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Lübeck Flughafen Lübeck vor Gericht: Fällt heute die Entscheidung zum Ausbau?
Lokales Lübeck Flughafen Lübeck vor Gericht: Fällt heute die Entscheidung zum Ausbau?
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08:48 26.02.2018
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Lübeck/Schleswig

Formal richtet sich die Klage der Gemeinde nicht gegen den Airport, sondern gegen das Land. Denn das Wirtschaftsministerium hat im März 2009 den Ausbau des Flughafens genehmigt.

Vorgesehen ist: Die Start- und Landebahn soll um 155 Meter auf 2257 Meter verlängert und an beiden Enden mit Wendehammern versehen werden. Das Vorfeld soll für zehn Maschinen erweitert werden. Anvisiert sind 3,5 Millionen Passagiere pro Jahr. Zudem sind Tausende Parkplätze geplant, ein neues Abfertigungsgebäude und eine Anflugbefeuerung. Das Nachtflugverbot gilt zwischen 23.30 und 5.30 Uhr - Ausnahmen sind möglich.

Klage ist neun Jahre alt

Dagegen ist Groß Grönau vor Gericht gezogen - vor neun Jahren. Geklagt haben auch die Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm sowie zwei Privatleute. Die Befürchtung: Bei 3,5 Millionen Fluggästen steigt der Lärmpegel enorm. Das Hauptargument der Kläger: Der Ausbau des Airports sei gar nicht finanzierbar. 

Im März 2011 gab es die erste Entscheidung: Der erste Senat des OVG hat den Ausbau genehmigt - im Eilverfahren. Das Hauptsacheverfahren ruhte indes sieben Jahre lang, weil die Airport-Eigentümer drei Mal wechselten und die beiden privaten Betreiber pleite gingen. 

Nun ist der vermögende Unternehmer Winfried Stöcker neuer Eigentümer - und jetzt soll es schnell gehen. Beim Kauf des Airports aus der Insolvenz hatte Stöcker erklärt, er wolle den Airport ausbauen und elf Millionen Euro investieren. Dann erhält er 5,5 Millionen Euro von der Stadt. 

jvz

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