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Lübeck Flughafen Lübeck will 2018 für Linienflüge bereit sein
Lokales Lübeck Flughafen Lübeck will 2018 für Linienflüge bereit sein
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08:21 08.04.2017
20 Millionen Euro will Winfried Stöcker in den Lübecker Flughafen investieren. Quelle: Maxwitat
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St. Jürgen

Seit einem Jahr starten und landen keine Linienmaschinen mehr am Flughafen Lübeck-Blankensee. Das soll sich ändern. „Wir sind dabei, an vielen Stellen die Grundlagen für eine solide, stabile Zukunft zu schaffen und gehen davon aus, nächstes Jahr wieder für Linienverkehr bereit zu sein“, sagte Flughafensprecherin Stefanie Eggers der Deutschen Presse-Agentur. Zurzeit wird der Flughafen nur von Geschäfts- und Sportfliegern genutzt. Zum 100. Geburtstag von Lübeck-Blankensee soll es am 2. und 3. September ein großes Flughafenfest geben. 

Aktuell werde unter anderem die nach einer neuen Richtlinie vorgeschriebene Zertifizierung durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) abgearbeitet, sagte Eggers. „Außerdem investieren wir in die Informationstechnik und technische Infrastruktur des Flughafens, die ja etwas in die Jahre gekommen sind.“ 

Der neue Besitzer Winfried Stöcker hatte bereits bei der Übernahme des Flughafens angekündigt, in den kommenden Jahren rund 20 Millionen Euro zu investieren. „Am Flughafen ist auch jetzt schon Betrieb, täglich starten und landen hier um die 50 Maschinen“, betonte er am Freitag. Auf längere Sicht solle Lübeck-Blankensee wieder ein kleiner Regionalflughafen mit einer Million Passagieren werden. Stöcker hatte den Flughafen im Sommer 2016 gekauft. 

Damals stand der Airport nach zwei Insolvenzen innerhalb von anderthalb Jahren vor dem Aus. Der chinesische Geschäftsmann Chen Yongquiang hatte im September 2015 den Geldhahn für den Airport nach gerade mal einem Jahr zugedreht. Sein Vorgänger, der deutsch-ägyptische Geschäftsmann Mohammad Rady Amar, war im April 2014 abgetaucht. Er hatte Lübeck-Blankensee Anfang 2013 für einen symbolischen Euro von der Hansestadt Lübeck gekauft.

Der neue Besitzer Stöcker ist Vorstandsvorsitzender der von ihm 1987 gegründeten Firma Euroimmun mit weltweit mehr als 2000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 205 Millionen Euro. Das Unternehmen entwickelt und produziert Geräte, Software und Reagenzien für die human- und veterinärmedizinische Diagnostik, besonders für den Nachweis von Autoimmun- und Infektionskrankheiten. 

Daneben ist Stöcker auch als Investor aktiv. Vor dem Lübecker Flughafen hatte er 2013 bereits das Jugendstil-Kaufhaus in Görlitz gekauft, das nach der Sanierung voraussichtlich im Herbst 2017 wieder eröffnet werden soll. Für den Flughafen ist er optimistisch. „Ich freue mich, dass er erhalten bleibt und wir damit eine Aufgabe haben, mit der wir Nutzen stiften können“, sagte Stöcker.

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