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Lübeck Flugzeugabsturz mit einem Toten bleibt ein Rätsel
Lokales Lübeck Flugzeugabsturz mit einem Toten bleibt ein Rätsel
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21:16 20.06.2016
Mitarbeiter der Kripo untersuchen am 29. April 2014 die Unfallstelle in Blankensee, wo ein Motorflugzeug abgestürzt war. Quelle: Olaf Malzahn

Am 29. April 2014 stürzte ein zweisitziges Motorflugzeug kurz nach dem Start aus rund 100 Metern auf eine Wiese des Flughafens Lübeck und zerschellte am Boden. Gesteuert wurde das Selbstbauflugzeug von zwei Männern (77 und 73 Jahre alt) aus dem Raum Lübeck. Der 73-Jährige starb am Unfallort, der 77-Jährige wurde schwer verletzt. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) übernahm die Ermittlungen. Nach zwei Jahren ist der Untersuchungsbericht jetzt veröffentlicht worden.

Nach Angaben der Bundesprüfer hatte das Wetter an diesem Tag keinen Einfluss auf den Unfall. Die Sicht habe zehn Kilometer betragen, der Wind wehte mit etwas mehr als zehn Kilometern pro Stunde. Auch technische Ursachen für den tödlichen Probeflug schließt die BFU aus. Man könne davon ausgehen, dass der Motor zum Unfallzeitpunkt lief, und es habe keine Hinweise auf einen Ausfall der Steuerung gegeben, erklärt die BFU. Die beiden Piloten seien erfahren gewesen, stellen die Braunschweiger Prüfer fest. Der 77-jährige Flugzeugführer habe eine Pilotenlizenz der Europäischen Union besessen und blickte auf 203 Stunden Flugerfahrung auf Motorflugzeugen zurück. Mit dem Selbstbauflugzeug sei er zum dritten Mal unterwegs gewesen. Der 73-jährige Flugzeugführer besaß ebenfalls die EU-Lizenz und gab 8000 Stunden Flugerfahrung an. Die Braunschweiger Prüfer kommen zum Ergebnis: „Der Unfall ist darauf zurückzuführen, dass das Flugzeug in geringer Höhe in eine unkontrollierte Fluglage geriet.“

Augenzeugen hätten berichtet, „dass die Nase des Flugzeugs stark nach unten geneigt gewesen sei“.

 dor

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