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Lübeck Formaldehyd: Stadt muss Pavillon abreißen
Lokales Lübeck Formaldehyd: Stadt muss Pavillon abreißen
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09:38 22.11.2014
Dennis Bunk, Chef des städtischen Gebäudemanagements (GMHL). Quelle: Maxwitat
St. Jürgen

 Die Schule, der Träger der Ganztagsbetreuung und die Eltern seien informiert, sagt Friedrich Thorn, Bereichsleiter Schule und Sport.

Ein Gutachter hat eine erhöhte Belastung mit Formaldehyd in dem Pavillon festgestellt. Möglicherweise entströmt der Schadstoff den Möbeln, die in dem Gebäude aufgestellt wurden, berichtet die Verwaltung. Das werde aber noch geprüft. Die festgestellte Konzentration von Formaldehyd ist nach Angaben von GMHL-Leiter Bunk noch nicht gesundheitsgefährdend. Allerdings sei auch die Küche durchfeuchtet, und es wurde Schimmelpilz festgestellt. Der Pavillon müsse regelmäßig gelüftet werden, sagt Bereichsleiter Thorn.

Die Stadt muss die Schule jetzt früher ins Sanierungs- und Neubauprogramm aufnehmen als geplant. Der Pavillon steht seit 20 Jahren auf dem Schulgelände und war schon beim Aufbau 20 Jahre alt. Er soll jetzt durch einen Neubau ersetzt werden. Der würde 2,1 Millionen Euro kosten. Im nächsten Jahr sollen die Planungen beginnen, dazu sind Ausgaben von 250000 Euro nötig. 2016 und 2017 soll gebaut werden. Eine Million Euro wird 2016 ausgegeben, die weiteren 850 000 Euro dann 2017. Derzeit ist in dem Pavillon die Nachmittagsbetreuung der Grundschule untergebracht. 80 Kinder werden in zweieinhalb Räumen betreut. In dem Neubau sollen fünf Klassenräume untergebracht werden, die den ganzen Tag genutzt werden.

Durch die neue benachbarte Kita wird mit steigenden Schülerzahlen gerechnet — in der Nachmittagsbetreuung geht man von 115 Kindern aus. Nach dem Neubau des Pavillons könnte anschließend auch das Hauptgebäude in Angriff genommen werden — 2017 und 2018. „Dabei geht es um eine Sanierung für grob geschätzte 1,8 Millionen Euro“, so Bunk.

jvz/dor

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