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Lübeck Freies Parken für Ehrenamtler? E-Punkt ist begeistert
Lokales Lübeck Freies Parken für Ehrenamtler? E-Punkt ist begeistert
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22:10 05.04.2017
5000 städtische Parkplätze gibt es derzeit in Lübeck. Quelle: Foto: Roessler
Lübeck/Flensburg

Mit kostenlosen Parkausweisen will Flensburg Ehrenamtlichen ihr Engagement in der Innenstadt erleichtern. Einen entsprechenden Beschluss habe der Hauptausschuss einstimmig gefasst, sagte ein Stadtsprecher gestern. Ab morgen werden zunächst 200 Ausnahmegenehmigungen für die Dauer von einem Jahr an Ehrenamtler ausgegeben, die regelmäßig ihrer unentgeltlichen Tätigkeit zum Allgemeinwohl nachgehen. Die Träger der ehrenamtlichen Arbeit müssen den Umfang und die Zeiten des Engagements bescheinigen.

„Es wurde das Problem an uns herangetragen, dass es etwa nahe ehrenamtlichen Einrichtungen wie der Tafel eine schwierige Parksituation gibt“, sagte ein Sprecher der Stadt Flensburg zum Hintergrund der Entscheidung. Die Stadt wolle damit ausdrücklich das besondere Engagement der Ehrenamtler würdigen. Das sei landesweit bislang einmalig, heißt es in der Vorlage für die Politiker. Wie stark das Angebot nachgefragt werden wird, ist derzeit genauso unklar wie die entstehenden Kosten. Denn die Stadt verzichtet bei diesem Modell ja auf Parkgebühren.

Wäre das auch etwas für Lübeck? Stine Nielandt, Teamleiterin der Freiwilligen-Agentur E-Punkt, ist begeistert: „Wir fänden das großartig.“ Kostenloses Parken wäre eine schöne Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements. Auch Sozialsenator Sven Schindler (SPD) findet die Idee „grundsätzlich gut“. Die Flüchtlingszuwanderung von 2015 habe gezeigt, wie sehr Lübeck auf die Bürger angewiesen sei, die in ihrer Freizeit gesellschaftliche Aufgaben übernehmen. „Es reicht nicht, diese Bürger immer nur zu Dankesempfängen ins Rathaus einzuladen“, sagt Schindler, „wir müssen darüber nachdenken, wie wir dieses Engagement zusätzlich würdigen können.“

Das Ehrenamt könne gar nicht genug gewürdigt werden, sagt Hauke Guttenberg vom Koordinierungsbüro Wirtschaft in Lübeck (KWL), das die rund 5000 städtischen Parkplätze verwaltet. Weil es aber zu Einnahme-Ausfällen käme, müssten die Politiker über das Modell entscheiden. Christopher Lötsch, Fraktionschef der CDU, spricht von einem „interessanten Gedanken“, will aber erst einmal weitere Informationen über das Flensburger Projekt einholen. SPD-Fraktionschef Jan Lindenau kann sich freies Parken für Ehrenamtler in Lübeck nicht vorstellen. Lindenau verweist auf die Lübeck Card, die ein großes Angebot für Ehrenamtler bereithalte. Lindenau: „Diese Karte müssen wir weiterentwickeln.“

dor

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