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Lübeck Frische-Kur für „Else“
Lokales Lübeck Frische-Kur für „Else“
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12:25 29.06.2017
Quelle: Sabine Risch
Innenstadt

Während der spanische Künstler Joan Aguiló in den vergangenen Tagen das Stadtbild mit Streetart verändert hat (die LN berichteten), prangt „Das Kind im Spielzimmer“ schon seit Mai 2016 überlebensgroß am Bunker in der Schildstraße. Doch jetzt war das Werk so sehr beschädigt, dass es repariert werden musste.

Passanten hatten Mädchen am Bunker in der Schildstraße beschädigt.

Der korsische Streetart-Künstler Julien de Casabianca hatte vor gut einem Jahr ein Foto des 1901 von Heinrich Eduard Linde-Walther geschaffenen Bildes in eine riesige „Tapete“ umgewandelt und am Bunker gegenüber der Aegidienkirche angebracht.

Nachdem immer mehr Lübecker von einer Bereicherung sprachen und das Mädchen, das inzwischen „Else“ getauft wurde, dauerhaft sehen wollten, ließen es die Hanse-Unternehmerinnen um Ellen Ehrich fixieren. Der Lübecker Künstler Dirk Helbig, der einige Monate pro Jahr in Barcelona arbeitet und viel Erfahrung mit großflächiger Kunst hat, übernahm die Arbeit im Oktober vergangenen Jahres.

„Einige Zeitgenossen knibbeln gerne an den Schuhen vom Outing-Mädchen“, weiß Ellen Ehrich. Zudem sei am Kopf des Mädchens wohl der Klebstoff nicht so gut verteilt gewesen, so dass sich hier das Papier von der Bunkerwand ablöste. Nach einem Streifzug durchs Viertel bot Helbig spontan Hilfe an. Die Firma Rieckermann half mit einem Hubwagen aus, Helbig wurde unentgeltlich tätig, „nach wenigen Stunden war die Arbeit getan und das Streetart Motiv wieder fein herausgeputzt“, freut sich Ellen Ehrich.

„Else“ werde nun wohl einmal jährlich Besuch von Dirk Helbig erhalten. „Das steht bei ihm fest im Sommerprogramm neben seinen künstlerischen Arbeiten in Schwerin, Lüneburg, Lübeck und natürlich auch in Barcelona.“ Denn der Künstler hat beobachtet: „Alle Menschen, die an ,Else‘ in der Schildstraße vorbeigehen, haben ein Lächeln im Gesicht.“ Helbig habe viel Zuspruch von den Passanten und Hilfe beim Auf- und Abbau des Hubwagens bekommen. „Die Hanse-Unternehmerinnen sind froh, dass ihr Kulturprojekt aus 2016 sich einer sehr großen Beliebtheit bei den Anwohnern und den Touristen erfreut und gut in Schuss gehalten wird.“

 sr

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