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Lübeck Für den guten Zweck: Ruderregatta gegen Krebs
Lokales Lübeck Für den guten Zweck: Ruderregatta gegen Krebs
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23:42 13.06.2018
Mitarbeiter von Unternehmen und Klubmitglieder machen sich bereit für die Benefizregatta. Quelle: Fotos: Lutz Roessler
St. Jürgen

Die teilnehmenden Sportler der Benefizveranstaltung am 8. September sind keine Profis. Einige von ihnen nehmen das erste Mal teil oder kamen die letzten Jahre erstmalig mit dem Rudern in Kontakt. Und das für den guten Zweck, denn die gesammelten Spenden dienen der Finanzierung des Sportangebots „Sport mit Krebs“, das an vielen Kliniken im Norden angeboten wird.

Bei der siebten Auflage von „Rudern gegen Krebs“ gehen auch dieses Jahr wieder etwa 55 Boote ins Rennen. Die Startgelder der alljährlichen Ruderregatta auf dem Elbe-Lübeck-Kanal kommen krebskranken Menschen zugute, denen durch Sportangebote Normalität zurückgegeben wird.

„Wir betreuen täglich onkologische Patienten in unserer Praxis und sehen, wie sehr sie von der sportlichen Motivation profitieren“, sagt Christian Grahl, Radiologe in der Praxis Curavid. Heutzutage werde zu oft die medizinische Versorgung von Krebspatienten in den Vordergrund gestellt. Es fehle an menschlicher Betreuung, um den Menschen wieder Normalität zurückzugeben, sagt Grahl.

Und teilnehmen kann jeder: Ob Einzelpersonen, die sich zu einem Team zusammenschließen oder Mitarbeiter von Firmen. „Wenn sich Sponsoren finden, die ein Boot zur Verfügung stellen, können auch Bootspatenschaften übernommen werden“, sagt Sibylle Schulze, Sprecherin der Sana-Klinik. So könnten etwa Jugendliche oder Schulen trotz fehlender Gelder teilnehmen. Vier Leute werden pro Boot benötigt. Dreimal im Voraus haben die Teilnehmer die Möglichkeit, an einem kostenlosen Training im Lübecker Ruder-Klub teilzunehmen.

Man unterstütze die Veranstaltung sehr gern, sagt Stefan Probst, Vorstandsmitglied des Lübecker Bauvereins. Seit mehreren Jahren sei dieser mit mehreren Booten an der Regatta beteiligt. Auch Mitglieder des Lions Club Lübeck Hanse sind seit dem ersten Mal dabei. „Mindestens zwei Dinge sind besonders: Der Teamgedanke und das Projekt ,Rudern gegen Krebs‘ an sich“, sagt Rainer Schulte, Vorstand des Lions Club Lübeck Hanse.

Als Onkologe weiß er, dass Sport für die Patienten enorm wichtig ist. Einerseits fänden krebskranke Menschen durch die Aktivitäten zurück ins Leben nach den anstrengenden Therapien. Andererseits sei Sport ein aktives Mittel gegen den Krebs.

Hinter dem Projekt steht die Stiftung „Leben mit Krebs“, aus der das Projekt „Rudern gegen Krebs“ entstanden ist. In Kooperation mit der Sana-Klinik und dem Lübecker Ruder-Klub werden die Sportangebote ermöglicht. „Wir sind froh über jeden, der uns mit Spenden unterstützt“, sagt Schulze. Ziel der Veranstaltung sei es, das Sportangebot weiter fortführen zu können, sagt Christof Degen, Physiotherapeut der Sana-Klinik. Das Sportangebot richte sich an krebskranke Menschen jeglichen Stadiums, die kostenfrei die Sportmöglichkeiten in Anspruch nehmen können. „Das ist heutzutage besonders, da sportliche Aktivitäten nicht durch den Kostenträger übernommen werden“, sagt Degen. Und die Nachfrage ist da: Jede Woche sind es 40 bis 60 Personen, die das Angebot wahrnehmen.

„Mit vier Personen auf 55 Booten rechnen wir mit etwa 250 Leuten plus Zuschauern“, sagt Degen. Bislang unentschlossenen Unternehmen rät Christian Grahl: „Immer mitmachen. Es ist ein riesiger Spaß für die Mitarbeiter und hilft krebskranken Menschen.“

Es sind noch Plätze frei

Seit 2012 wird die Benefizregatta in Lübeck ausgetragen. Im vergangenen Jahr gingen dabei 55 Teams an den Start. Das Startgeld beträgt pro Boot 300 Euro. Zwei Drittel gehen als Spende an die Sporttherapeutenstelle „Rudern gegen Krebs“. Etwa 350 Patienten haben das Angebot bisher wahrgenommen.

Anmelden können sich Mannschaften noch bis Mitte August unter www.luebecker-ruderklub.de. Der Start ist am 8. September um 10 Uhr vor dem Lübecker Ruder-Klub.

 Fabian Boerger

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