Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Für elf Millionen Euro: Das UKSH hat ein Parkhaus
Lokales Lübeck Für elf Millionen Euro: Das UKSH hat ein Parkhaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:39 22.06.2016
UKSH-Chef Jens Scholz (l.) und Gebäudemanager Hans-Adolf Bilzhause mit dem symbolischen Schlüssel.  Quelle: Maxwitat

Mehr als ein Jahr hat es gedauert – und vor allem den Anwohner rund um den Campus des Universitätklinikums Schleswig- Holstein (UKSH) einiges an Nerven abverlangt. Jetzt öffnet das elf Millionen Euro teure Parkhaus seine Pforten. Hans-Adolf Bilzhause, Geschäftsführer des Gebäudemanagements Schleswig-Holstein (GMSH), übergab gestern gemeinsam mit Christian Schmieder vom Architekturbüro Schmieder und Dau sowie Heinfried Januschewski vom Bauunternehmen Köster den symbolischen Schlüssel des Neubaus an UKSH-Chef Jens Scholz. Ab 1. Juli ist es für die Allgemeinheit nutzbar.

„Mit dem neuen Parkhaus am Campus Lübeck haben wir einen weiteren Meilenstein unseres baulichen Masterplans verwirklicht“, erklärt Scholz. Direkt am Eingang zum Gelände thront das Bauwerk über fünf Geschosse, das Platz für 633 Fahrzeuge hat. „Wir wissen alle, dass der Bau drückend war – die Plätze werden dringend benötigt“, so Scholz.

Im letzten Jahr war es immer wieder zu Beschwerden von Anwohner gekommen, da die Mitarbeiter des UKSH und Besucher auf der Suche nach Parkplätzen schon früh morgens durch die sonst ruhigen Straßen fuhren. Sie parkten in Einfahrten, auf Grünstreifen und in Anwohnerstraßen rund um das Klinikum. Als dann noch einer der UKSH-Parkplätze wegfiel, weil er bebaut wurde, wuchs das Chaos auf dem Campus und in der Umgebung. Auch wenn die Übergabe des neuen Parkhauses im April vorgesehen war, die Verantwortlichen sind erleichtert, dass der Neubau steht. „Das Parkhaus ist das neue Tor in das UKSH-Lübeck“, beschreibt Architekt Christian Schmieder das grün-schwarze Stahlkonstrukt. Das Parkhaus in L-Form spannt sich auch über die Zufahrtstraße, die von der Ratzeburger Allee auf den Campus führt. „Es dient als offene Garage mit einem angeschlossenen Servicebereich im Erdgeschoss und Technikräumen im Untergeschoss“, so Schmieder. Ab dem 1. Juli werden Besucher, Mitarbeiter und Patienten nur noch durch das neue Entree an der Ratzeburger Landstraße fahren.

In Eigenregie hat das UKSH die Baukosten kreditfinanziert. Sie betragen satte elf Millionen Euro, sind aber nur ein kleiner Teil des Mammutprojektes, das das UKSH plant und umsetzt. 260 Millionen Euro werden in den Standort Lübeck investiert. Der millionenschwere An- und Umbau soll Jahre dauern. „Universität und Klinikum gehen auf dem gemeinsamen Campus einen weiteren Schritt voran“, sagt Hendrik Lehnert, Präsident der Universität zu Lübeck. „Für die Nachbarschaft, die sehr gelitten hat, ist es ein guter Schritt.“

Sieben Behindertenparkplätze, 14 Eltern-Kind-Parkplätze, 64 überwachte Buchten für Frauen und sogar drei Stationen für Elektro-Autos gehören zu der modernen Hochgarage. „In Kiel haben wir beim UKSH das erste ADAC-zertifizierte Parkhaus gebaut, Lübeck sollte das zweite werden“, erklärt Scholz. Auch wenn der ADAC die Zertifikate nicht mehr ausstellt, nach den Kriterien ist das Parkhaus trotzdem gebaut worden.

15 Euro kostet hier ein Tagesticket, pro angefangener Stunde ist man mit 1,50 Euro dabei. „Die Parkgebühren für Patienten und Besucher dienen der Refinanzierung der Investition und dem Unterhalt des neuen Parkhauses“, erklärt Oliver Grieve, Sprecher des UKSH. Die gleichen Tarife gelten für den Besucherparkplatz am Mönkhofer Weg. „Eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen findet sich außerdem auf dem Campus“, so Grieve.

 Tomma Petersen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige