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Lübeck Für mehr Offenheit: Lübecker Aids-Hilfe feiert Geburtstag
Lokales Lübeck Für mehr Offenheit: Lübecker Aids-Hilfe feiert Geburtstag
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21:28 22.09.2016
Vor dem Vereinshaus in der Engelsgrube: Hartmut Evermann (v. r.), Hildegard Welbers und Sibylle Hasenbank laden zum Geburtstag. Quelle: Foto:lj

Am 29. September wird die Lübecker Aids-Hilfe 30 Jahre alt. Zum runden Geburtstag hat der Verein in diesem Jahr bereits verschiedene Projekte und Veranstaltungen organisiert. Zu den wichtigsten, noch bevorstehenden Ereignissen gehört der Festakt am 17. November im Kolosseum. Unter dem Motto „Ein Blick zurück nach vorn“ lädt die Aids-Hilfe zu einem feierlichen Abend „ohne trockene, politische Reden ein“, kündigt Vorstandsmitglied Hildegard Welbers (70) an. Stattdessen gebe es Musik und von Schauspielern vorgetragene Interviews mit Betroffenen und Weggefährten des Vereins. Man wolle nach vorn blicken, aber auch feiern, was in der Vergangenheit geleistet worden sei, so die ehrenamtliche Helferin. Und das ist ziemlich viel: Zwölf Menschen gründeten 1986 den Verein; im selben Jahr, in dem Forscher dem Virus seinen endgültigen Namen „Humanes Immunschwächevirus“ (HIV) gaben.

„Die ersten Beratungen fanden damals in Privatwohnungen statt, kurz darauf begann man mit regelmäßigen telefonischen Beratungen in einem Büro in der Mengstraße“, erzählt Hartmut Evermann (57), der seit 15 Jahren Sozialarbeiter bei der Lübecker Aids-Hilfe ist.

Seither hat sich viel verändert: Sibylle Hasenbank (43) arbeitet seit 14 Jahren für den Verein. „Vor meiner Zeit leisteten Ehrenamtliche noch Sterbebegleitung, ich selbst habe das nicht mehr erlebt“, so die Sozialarbeiterin. Denn Aids ist von einer tödlichen Erkrankung zu einer behandelbaren Infektion geworden. Prävention, Aufklärung und der Einsatz für mehr Offenheit sind mittlerweile das Hauptarbeitsfeld des rund 60 Mitglieder zählenden Vereins.

Ein Beispiel dafür ist das Projekt „30 Jahre – 30 Partner“, in dem sich Betriebe zu einem vorurteilsfreien und offenen Umgang mit HIV-positivem Personal bekennen – mit Unterstützung und Beratung des Vereins. „Wir suchen unbedingt noch mehr Unternehmen, die mitmachen“, so Evermann.

„Am 22. Oktober veranstalten wir außerdem den Fachtag ,Leben mit HIV, Diskriminierung beginnt im Kopf‘ im Audimax der Universität“, so Evermann.

• Unter www.luebecker-aidshilfe.de gibt es Informationen und Links zur Anmeldung – gleiches gilt für den Festakt.

lj

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