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Lübeck Fußballer flieht nach Kopfnuss in den Wald
Lokales Lübeck Fußballer flieht nach Kopfnuss in den Wald
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23:33 04.11.2013
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Travemünde

Anpfiff der Partie war am Sonntag um 11.30 Uhr, die Heimmannschaft liegt in der Verbandsliga Süd auf Rang zehn und die Gäste einen Platz davor.

Nach etwa einer Stunde wurde ein Neumünsteraner gefoult, daraus entwickelten sich mehrere Tumulte. „Ein 18-jähriger Spieler von uns bekam dabei von einem Travemünder eine Kopfnuss verpasst“, sagt Saxonia-Trainer Kai Schlotfeldt. Die Sportbrille des 18-Jährigen sei zu Bruch gegangen, der Cut an der Augenbraue musste genäht werden. Schlotfeldt: „Das Ganze blutete sehr stark.“

Der TSV-Spieler sei in ein nahes Waldstück davongelaufen. Der Schiedsrichter brach die Partie beim Stand von 4:0 für Neumünster ab.

Stefan Voß, Fußball-Abteilungsleiter beim TSV, beschreibt den Moment etwas anders. Der 17-jährige Travemünder sei schon in der Partie „permanent von drei Gegnern bearbeitet“ worden, das war dann wohl zu viel. „Er ist sonst ein ruhiger Junge.“

Weil ihn die Saxonia-Kicker nach dem Kopfstoß bedroht hätten, sei der 17-Jährige geflüchtet. Im Wald suchte er Schutz bei einer Rettungswagen-Crew. Diese passte bei einer Radsport-Veranstaltung auf. Erst unter Polizeischutz traute sich der Travemünder zurück in die Umkleide.

Strafrechtlich ist der Fall laut Neumünsters Polizeisprecher Sönke Hinrichs wahrscheinlich erledigt, da die Kopfnuss in die Zuständigkeit eines Sportgerichts fällt. Gerüchte, wonach der Vater des Saxonia-Kickers den 17-Jährigen verfolgt und sogar noch in Lübeck nach ihm gesucht haben soll, kann Hinrichs nicht bestätigen.

TSV-Mann Voß will den Vorfall heute beim Training aufarbeiten. So lange möchte er nicht davon sprechen, ob der 17-Jährige womöglich aus dem Team ausgeschlossen wird. Generell sei die Kopfnuss aber nicht in Ordnung. Neumünster-Coach Schlotfeldt freut sich, dass sich TSV-Kapitän und Trainer sofort nach dem Vorfall entschuldigt hatten.

pah

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