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Lübeck Gabriele Gillessen-Kaesbach ist neue Uni-Präsidentin
Lokales Lübeck Gabriele Gillessen-Kaesbach ist neue Uni-Präsidentin
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11:15 28.09.2017
Gabriele Gillessen-Kaesbach Quelle: Neelsen
St. Jürgen

Es war 17.15 Uhr, als die außerordentliche Sitzung des Uni-Senats begann, an einem symbolträchtigen Ort, im großen Hörsaal des Turmgebäudes, weithin sichtbares Wahrzeichen der Hochschule. Anlass: Die Wahlversammlung für das Präsidentenamt. Öffentlicher und nicht-öffentlicher Teil wechselten sich ab, bis am Ende um kurz nach 21 Uhr das Wahlergebnis vor der Öffentlichkeit bekannt gegeben wurde.

Die interne Bewerberin Prof. Gabriele Gillessen-Kaesbach, Direktorin des Uni-Instituts für Humangenetik, konnte den Senat von sich überzeugen. Sie wird für die kommenden sechs Jahre die Hochschule an der Ratzeburger Allee leiten. Zur Wahl standen außerdem Petra Ahrweiler, Professorin für Technology and Innovation Assessment von der Uni Mainz, sowie Prof. Hans-Henning von Grünberg, der schon vor drei Jahren angetreten war und nur knapp dem noch amtierenden Uni-Präsidenten Prof. Hendrik Lehnert unterlag.

Bis die neue Präsidentin in Amt und Würden ist, kann es jedoch noch dauern. Lehnert wurde im April 2014 gewählt und erst sieben Monate später mit der Amtskette versehen. Gillessen-Kaesbach erklärte allerdings schon jetzt vor dem Senat, dass sie im Januar kommenden Jahres ihre Institutsleitung abgeben werde.

„Ich hatte es nicht erwartet. Jetzt freue ich mich auf die Aufgaben, die vor mir liegen“, sagte die neue Präsidentin.

 Lehnert hatte dem Senat in der Februar-Sitzung seine Entscheidung mitgeteilt, das Amt vorzeitig abzugeben. Unter seiner dreijähriger Ägide entstanden auf dem Campus wegweisende Forschungsbauten;

zudem wurden innovative Forschungsverbünde angestoßen. Der Uni-Präsident hatte aber auch mit reichlich Gegenwind zu kämpfen. Insbesondere sein Vorhaben aus dem Frühsommer 2015, die Hochschule in Thomas-Mann-Uni umbenennen zu wollen, sorgte für viel Ärger. Lehnert möchte nach eigenem Bekunden zum 1. November Gründungsdirektor des neuen „Endocrine Brain Institute“ auf dem Campus werden.

„Dieses möchten wir in die Leibniz-Gemeinschaft überführen“, erklärt er. Außerdem kehrt der Mediziner in seine alte Funktion als Direktor der Medizinischen Klinik I zurück.

 Von Michael Hollinde

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