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20:33 06.04.2017
Hans-Joachim Lotter (80) hat sich sein eigenes Buch zur LN-Serie „Was in Lübeck zählt“ erstellt. Quelle: Foto: Felix König

Hans-Joachim Lotter sitzt in seinem Arbeitszimmer und blättert durch das schwere Buch. 1114 Baudenkmale gab es Ende 2015 in der Lübecker Innenstadt, steht darin.

Oder dass 1962 die erste Fähre am Travemünder Skandinavienkai ablegte. Der 80-Jährige ist Fan der LN-Serie „Was in Lübeck zählt“. In ihr wird in loser Folge die Hansestadt in Zahlen vorgestellt. Nun hat er sie zwischen zwei Buchdeckel binden lassen.

Lotter hat zwischen 2008 und 2016 alle Teile gesammelt. Inzwischen sind es mehr als 90. „Ich lebe gerne hier. Lübeck interessiert mich ungemein“, sagt er. Vor 48 Jahren hat es ihn beruflich aus dem nordrhein-westfälischen Siegen an die Trave verschlagen. Und Lübeck hat ihn sofort in seinen Bann gezogen. Er hat sogar ein eigenes Buch erstellt, als Andenken ganz für sich und die Familie. Der Titel: „Lübeck, die Hansestadt: liebenswert, merkenswert und sehenswert“. „Die Bilder habe ich alle selbst fotografiert“, sagt Lotter. „Immer wenn ich in die Stadt gehe, nehme ich die Kamera mit.“

Als die Serie „Was in Lübeck zählt“ startete, erhoffte sich der gelernte Konditor neue Informationen und Fakten über die ihm liebgewonnene Stadt. „Aus dem E-Paper lade ich mir die Artikel dann runter und wandle sie auf dem Computer in ein Bild um“, sagt Lotter. Aus diesen Bildern erstellte er dann das Fotobuch und bestellte es im Internet.

Doch nicht nur die Lübecker Zahlenwelt lässt der Pensionär drucken. Auch Bücher von Besuchen im Lübecker Hafen oder im Hansemuseum zieht er aus dem Regal. „Das ist ein Andenken für mich und meine Frau, aber auch für meine zwei Söhne und vier Enkel.“ Mit Ehefrau Edelgard ist er seit 55 Jahren verheiratet.

„Ich könnte die Bilder und Artikel zwar auf CDs abspeichern“, sagt Lotter über seinen Antrieb. „Aber wer guckt sich schon CDs an?“ Also sitzt er in seinem Arbeitszimmer vor dem Computer-Bildschirm und klickt sich durch die Ordner. Das sei sein neues Hobby im Ruhestand. „Das füllt mich voll aus.“ Auch eine Homepage hat der 80-Jährige erstellt.

Bis 1998 arbeitete Lotter bei Karstadt in Lübeck, war Backstubenleiter der Konditorei und Betriebsratsvorsitzender. In seiner neu gewonnenen Freizeit engagiert er sich in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde und pflegt seine gut sortierte Datenbank. Dabei entgeht ihm kein Fehler. „Der Hauptbahnhof war bei der Serie übrigens doppelt vertreten“, sagt Lotter mit einem Lachen.

 jad

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