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Lübeck Gedenken an die Horrornacht
Lokales Lübeck Gedenken an die Horrornacht
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16:20 14.01.2016
Senator Bernd Möller (l.) und Lienhard Böhning, stellvertretender Stadtpräsident, legten einen Kranz nieder. Quelle: Foto: Wolfgang Maxwitat
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Auch 17 Jahre nach der Horrornacht vom 17. auf den 18. Januar 1996 sind die Täter beziehungsweise ist der Täter immer noch nicht ermittelt. Es ist unbekannt, wer für den Tod von zehn Menschen und die zum Teil sehr schweren Verletzungen von 38 Mitbürgern verantwortlich ist. „Wir waren damals auch Flüchtlinge und haben im Asylbewerberheim gelebt. Uns hätte es genauso treffen können“, sagte die 22-Jährige, die sich beim Lübecker Flüchtlingsforum engagiert.

Erstmals hatte die Hansestadt zu einer Gedenkveranstaltung aufgerufen. „Und dies wollen wir nun jedes Jahr so halten“, versprach Innensenator Bernd Möller in seiner Rede vor 100 Anwesenden. „Ich sehe es als Vermächtnis dieses entsetzlichen Brandanschlages an, dass wir es schaffen, Flüchtlinge in unserer Mitte aufzunehmen und ihnen Sicherheit zu geben“, so Möller. Zudem forderte er im Licht der NSU-Enthüllungen die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Bezüglich des unwürdigen Platzes der Gedenkstätte, die sich momentan auf einem Parkplatz befindet, bemerkte er, dass geprüft werde, ob sie zukünftig nicht in einer würdigeren Form in der Nähe neu entsteht.

Dass Victor Atoe als einziger der überlebenden Bewohner immer noch keinen sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland genieße, gehöre ebenfalls noch zu den unbewältigten Kapiteln dieser Nacht. Darauf verwies Helga Lenz von der Humanistischen Union.

Michael Hollinde

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