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Lübeck Gedenkminute für verfolgte Homosexuelle
Lokales Lübeck Gedenkminute für verfolgte Homosexuelle
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21:14 18.08.2017

Mit bunten Blumen und einer Ansprache von Pröpstin Petra Kallies wurde am Donnerstagabend den im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen gedacht. Rund 25 Lübecker versammelten sich am Denkmal in der Parade. Die Gedenkminute war der Auftakt zum Christopher Street Day (CSD), der an diesem Wochenende stattfindet. Gestern Abend wurde er offiziell mit einem Gottesdienst in der Bugenhagenkirche eröffnet, heute findet ab 13 Uhr die bunte Parade durch die Lübecker Innenstadt statt.

Pröpstin Petra Kallies legt am Denkmal Blumen nieder. Quelle: Foto: Kröger

Die ruhige Zusammenkunft nutzte Petra Kallies, um an das Leid der Homosexuellen im Dritten Reich zu erinnern. „Schwule Männer und lesbische Frauen passten nicht in das rassenideologische Schema der Nazis. Homosexualität war in ihren Augen eine Krankheit. Unter Überblendung von Moral und Biologie nannten sie es eine Schande, wenn ein Mann einen Mann oder eine Frau eine Frau liebte.“ Das sei heute Gott sei Dank anders. „Über eine lange Zeit waren die Homosexuellen der deutschen Nachkriegsgeschichte keinen Eintrag wert. Hier in Lübeck haben wir dank der Initiative und des Einsatzes des lokalen CSD seit dem letzten Jahr einen würdigen Gedenkort“, so Kallies. In Lübeck wurden am 23. Januar 1937 über 200 Männer verhaftet und in der Gestapo-Zentrale verhört und gefoltert. Viele von ihnen wurden angeklagt, eingesperrt oder ins KZ gebracht.

Anders als sonst wurde in diesem Jahr kein Kranz niedergelegt. Stattdessen hatten die Organisatoren Blumen bereitgestellt, die die Gäste am Denkmal niederlegen konnten.

mwe

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