Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Gedenkstätte ist Besuchermagnet
Lokales Lübeck Gedenkstätte ist Besuchermagnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:26 04.08.2016
Referent Jochen Proske erklärt dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, die Ausstellung. Quelle: Erzbistum Hamburg

Die Gedenkstätte für die Lübecker Märtyrer, die im Herbst 2013 eingeweiht worden ist, ist die am meisten frequentierte Gedenkstätte zur Erinnerung an den Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein. Rund 10000 Gäste besuchen jährlich den Anbau neben der katholischen Propsteikirche Herz Jesu in der Parade. Die Gedenkstätte ist Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein.

„Über diese Resonanz freuen wir uns sehr“, erklärt der Referent der Erzbischöflichen Stiftung Lübecker Märtyrer, Jochen Proske, der bis zu drei Tage pro Woche vor Ort ist. Unter den Besuchern seien viele Tagestouristen, die auf dem Weg vom Markt zum Dom vorbeischauen würden. „Anhand der Einträge im Gästebuch, das ständig ausliegt, sehen wir, dass auch Interessierte aus Übersee darunter sind“, resümiert Proske.

In der Gedenkstätte werden im Rahmen einer modernen Multi-Media-Schau Leben, Wirken und Vermächtnis der drei katholischen Kapläne Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller sowie des evangelisch-lutherischen Pastors Karl Friedrich Stellbrink dokumentiert. Die Kirchen-Krypta, die in den nächsten Wochen künstlerisch umgestaltet werden soll, ist Teil der Gedenkstätte und Ort der Verehrung der Lübecker Märtyrer.

Die vier Geistlichen wurden am 10. November 1943 im Hamburger Gefängnis am Holstenglacis mit dem Fallbeil hingerichtet. Gemeinsam haben sie sich in ökumenischem Geist gegen das NS-Terror-Regime gewandt. Im Juni 2011 wurden die Kapläne in Lübeck selig gesprochen, an Pastor Stellbrink wurde ehrend gedacht.

Der Stiftungsreferent hebt hervor, dass die Zahl der jugendlichen Besucher stetig gewachsen ist. „Gemeinsam mit der Luther-Melanchthon-Kirchengemeinde kooperieren wir mit vier weiterführenden Schulen in Lübeck – der Oberschule zum Dom, der Geschwister- Prenski-Schule, der Friedrich- List-Schule sowie der Hanseschule –, um die jungen Leute über die NS-Zeit und den Bezug zur Gegenwart zu informieren“, erläutert er.

Seit Anfang des Monats werden übrigens jeden Dienstag um 15 Uhr kostenlose Führungen ohne Voranmeldung angeboten. Ansonsten ist es möglich, sich unter 0451/7098765 anzumelden. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, sonnabends von 10 bis 16 Uhr sowie sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

mho

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Entwurf aus Berlin: Der Saft aus regenerativer Energie und Blockheizkraftwerken soll nicht mehr steuerbefreit sein – Stadtwerke und Entsorgungsbetriebe befürchten hohe Mehrausgaben – Senator sorgt sich um E-Mobilität.

04.08.2016

Letzte Vorbereitungen fürs Duckstein-Festival erfordern durchgemachte Nächte und viel Durchhaltevermögen.

04.08.2016

Mehrere Männer sollen am Dienstag am helllichten Tag mit Holzlatten und Teleskopschlagstöcken bewaffnet einen anderen Mann über die Fackenburger Allee gejagt haben - das LKA will sich dazu jedoch nicht äußern.

04.08.2016
Anzeige