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Lübeck Geduldsprobe für Autofahrer: Neue Baustellen in Lübeck
Lokales Lübeck Geduldsprobe für Autofahrer: Neue Baustellen in Lübeck
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16:10 31.08.2017
Baustellenalltag in Lübeck und Umgebung.  Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Zur Dauerbaustelle Possehlbrücke sind die Grundsanierung der A 226 zwischen Dänischburg und Bad Schwartau und eine Fahrbahnsanierung auf der A 20 gekommen – und jetzt noch mehr: Die Straße An der Untertrave ist seit Montag in Richtung Hubbrücke gesperrt. An der Ratzeburger Allee sanieren die Entsorgungsbetriebe den Mischwasserkanal. Und ab kommenden Montag erneuert der Bereich Verkehr auf 3000 Quadratmetern die Fahrbahn der Travemünder Allee.

„Insgesamt freuen wir uns, wenn Sachen gemacht werden“, sagt Eckard Saß, Obermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klempner-Klima. „Was zu Problemen führt, ist, wenn mehrere Strecken dicht sind.“ Für Handwerksbetriebe sei es in der derzeitigen Situation extrem schwierig, termingerecht zu arbeiten. Weil die meisten Betriebe für die Anfahrt nur eine Pauschale berechneten, kosteten die Staus Geld, sagt Meik Barra, Obermeister der Elektro-Innung: „Wenn man das mal ausrechnen würde, käme da eine nicht ganz unerhebliche Zahl zusammen.“

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Klicken Sie hier für eine aktuelle Übersicht aller Baustellen in Lübeck: www.LN-online.de/Baustelle

Die Stadtverwaltung verweist auf die Dringlichkeit vieler Sanierungsarbeiten und das kleine Zeitfenster, das dafür zur Verfügung stehe. „Wir sind auf den frostfreien Zeitraum angewiesen“, sagt Sprecherin Nicole Dorel. „Wir können frühestens Ende April anfangen, und bis Ende September müssen wir damit durch sein.“ Damit nicht genug: „Regen ist für eine Asphaltierung ein großes Problem.“

Stefan Schwarz, Geschäftsführer des ADAC Schleswig-Holstein, fordert einen Baustellenkoordinator nach dem Vorbild der A-7-Sanierung zwischen Hamburg und Bordesholm. Rüdiger Schacht, bei der IHK Lübeck zuständig für Verkehr, fordert neue Wege bei der Planung von Baustellen und Umleitungen. Er wünscht sich „eine Art Masterplan“ mit Modellrechnungen für langfristige Baustellen- und Umleitungsplanung. Nur Straßen zu sperren sei nicht genug. „Man könnte sich mehr Gedanken machen, wie sich die verbleibenden Verkehre ins Netz verteilen.“ Ihm schwebt ein zentraler Rechner vor, von dem aus Ampelanlagen abhängig vom Verkehrsaufkommen gesteuert werden könnten. Die Untertrave macht Schacht zurzeit besondere Sorgen: „Nächste Woche werden wir noch einiges an Erfahrung sammeln. Die Ferienzeit war sicherlich die Ruhe vor dem Stau.“ Hanno Kabel

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