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Lübeck Geduldsprobe für Lkw-Fahrer: Stadt saniert die Hafenzufahrt
Lokales Lübeck Geduldsprobe für Lkw-Fahrer: Stadt saniert die Hafenzufahrt
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08:33 02.03.2016

 Die Stadt will in diesem Sommer sechs Wochen lang die Travemünder Landstraße zwischen der Anschlussstelle zur B 75 und dem Skandinavienkai von Grund auf sanieren. Die Bauverwaltung rechnet mit „zum Teil erheblichen Eingriffen in den Straßenverkehr“. Nach Angaben der Stadt sind auf dem Abschnitt täglich zwar nur 3850 Kraftfahrzeuge unterwegs, aber davon sind 2070 Schwerlastfahrzeuge. Verkehrsplaner Helmut Schünemann: „Die Travemünder Landstraße zum Skandinavienkai ist eine der am stärksten genutzten Routen des Schwerlastverkehrs in Lübeck.“

17,9 Millionen Tonnen Ladung wurden im vergangenen Jahr über den Skandinavienkai abgefertigt, das sind fast 70 Prozent der Gesamtmenge des Lübecker Hafens. Der Terminal ist die wichtigste Lübecker Drehscheibe für alle Güter, die mit Lastwagen, Sattelaufliegern und in Containern zwischen Lübeck, Skandinavien und dem Baltikum transportiert werden. Außerdem werden hier Neufahrzeuge aller Art für die Märkte in Nord- und Osteuropa umgeschlagen. Jährlich reisen zudem rund 400000 Passagiere vom Skandinavienkai aus über die Ostsee.

Entsprechend stark wird die Travemünder Landstraße genutzt. Nach Angaben der Bauverwaltung muss die Strecke zwingend in diesem Jahr saniert werden. Sollte das nicht passieren und der nächste Winter viele Tage mit Frost bringen, müsse „ein Teil dieser Straße auf unabsehbare Zeit gesperrt werden, da die gesetzlich vorgeschriebene Verkehrssicherungspflicht nicht mehr erfüllt werden kann“, erklärt die zuständige Behörde.

Geplant ist, die Straße bis zu 60 Zentimeter tief auszubuddeln und im Anschluss eine 30 Zentimeter dicke Frostschutzschicht, eine 18 Zentimeter dicke Tragschicht, eine 8,5 Zentimeter dicke Binderschicht und eine 3,5 Zentimeter dicke Asphaltdeckschicht aufzubringen. Die Kosten schätzt die Bauverwaltung auf 1,35 Millionen Euro. Die Summe ist im städtischen Finanzplan für dieses Jahr enthalten, muss aber von den Politikern noch freigegeben werden. Bau- und Hauptausschuss befassen sich damit in den kommenden zwei Wochen. Bitter für Lübeck: Die Stadt muss die Kosten alleine stemmen, eine grundhafte Sanierung werde nicht mehr vom Land gefördert.

„Von entscheidender Bedeutung ist ein vernünftiges Verkehrskonzept“, sagt Dierk Faust, Vorsitzender der Lübecker Schiffsmakler und Schiffsagenten, „die Zuwegung muss gesichert sein.“ Vor allem morgens und abends würden hier viele Lkw verkehren. Nach Angaben der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) wird die Sanierung in drei Abschnitte unterteilt. Im ersten Teil wird die Straße von der Brücke bis zur Einmündung der alten Travemünder Landstraße voll gesperrt. Der Verkehr werde über den Kücknitzer Teil der Travemünder Landstraße fließen, sagen Stadt und LHG. Im zweiten Abschnitt wird der Verkehr über die Henry- Koch-Straße umgeleitet. Im letzten Bauabschnitt wird es voraussichtlich eine einspurige Straßennutzung mit Ampelschaltung geben. LHG-Chef Prof. Sebastian Jürgens: „Wir gehen zwar während der gesamten Baumaßnahme von gewissen Verzögerungen aus, befürchten aber keine wesentlichen Beeinträchtigungen der Abfertigung am Skandinavienkai.“

Der Stadtverkehr, der die drei Linien 30, 31 und 40 über den Skandinavienkai führt, stimmt sich in der nächsten Woche mit der Stadt wegen der Baumaßnahme ab.

Kai Dordowsky

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