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Lübeck Gegensätze und Ungewohntes bei der Museumsnacht
Lokales Lübeck Gegensätze und Ungewohntes bei der Museumsnacht
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10:40 18.08.2017
Wirken an und bei der Museumsnacht mit (von unten im Uhrzeigersinn): Die Cosplayerinnen Melina Jäncke und Mareike Heins, Museumschefin St. Annen Dagmar Täube sowie die Organisatorinnen Helene Hoffmann und Heide Klingelhöfer von den Lübecker Museen. Quelle: Foto: Olaf Malzahn
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Innenstadt

Comic-Figur „Spider Gwen“ wirkt im Puppenhof des St.-Annen-Museums ein bisschen deplatziert. Die dem Mittelalter entsprungene Figur des „Gerald von Riva“ passt schon besser hierher. Es sind die beiden sogenannten Cosplayer Melina Jäncke (22) und Mareike Heins (28). Und beide passen wunderbar zur Museumsnacht, die einmal mehr mit viel Kreativität und Liebe von Helene Hoffmann und Heide Klingelhöfer vorbereitet wird. „Hier ist der Ort, wo Welten aufeinandertreffen“, sagt Dagmar Täube, Leiterin des Museumsquartiers St. Annen. Sie wolle das Haus auch für die junge Generation spannend machen, weshalb sich Cosplayer mit ihren selbstgefertigten Kostümen, aber auch die Hamburger Anime-Sängerin Shiroku und Comic-Zeichnerin Inga Steinmetz zur Museumsnacht hier tummeln.

Auch die anderen Häuser bieten „ein freches, teilweise provozierendes Programm“, sagt Prof. Hans Wisskirchen, Direktor der Lübecker Museen. Die Museumsnacht sei zwar fest im Lübecker Kulturkalender verankert, „aber trotzdem begeistert sie immer wieder neu.“

Das Buddenbrookhaus widmet sich – passend zur Ausstellung „What a family!“ über die Manns von 1945 bis heute – Rollenbrüchen, transidenten Menschen sowie mit der Improtheater-Gruppe dem Thema „Familientreffen und andere Katastrophen“. Im Günter- Grass-Haus kommen junge kritische Stimmen aus Israel, Polen und der Türkei zu Wort, in der Katharinenkirche präsentiert und kommentiert ein Poetry-Slammer zwei Rostocker E-Sport-Teams im Wettbewerb um den Sieg in „League of Legends“. Über Leinwände können die Zuschauer die Games mitverfolgen. Spannend wird es auch im Behnhaus Drägerhaus, denn dort gibt es nicht nur 100 Meisterwerke zu sehen.

Die beiden LN-Kulturredakteure Jürgen Feldhoff und Michael Berger werden Live-Rezensionen zu den Meisterwerken schreiben, die die Besucher mit ins Museum bringen. Eine Anmeldung ist unter kultur@ln-luebeck.de erforderlich. Gereon Klug wird 50 Songs aus 50 Jahren zu Gehör bringen. Das Museum für Natur und Umwelt kommt unter anderem musikalisch daher: Jerry Jenkins und seine Band of Angels spielen Tanzmusik aus anderen Zeiten, Besucher können Lindy Hop lernen. Mitarbeiter und Studenten der Uni präsentieren zum Stichwort „Augmented Reality“ ihre App „Graben mit dem Smartphone“.

Im Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung heißt es „Tatort Promotion“, wenn „Die drei Herren“, drei Hörspielautoren aus Kiel, ihr spannendes Hörspiel präsentieren, das sie aus den Promotionsprojekten der Stipendiaten gemacht haben.

Dies und eine Menge mehr wird zur Museumsnacht geboten. Programmhefte liegen an vielen Stellen aus, das komplette Programm findet sich auch unter www.die-luebecker-museen.de. Zudem veröffentlichen die LN in der kommenden Woche eine Programmübersicht mit Stadtplan.

Karten und mehr

Kinder kommen von 15 bis 18 Uhr in der Mengstraße 6 auf ihre Kosten, Eröffnung ist um 18 Uhr im Domhof, das Abschlussfest in der Werkkunstschule, Wahmstraße 43-45.

Tickets (zwölf Euro, ermäßigt sechs) sind im Grass-Haus, am 26. August von 14 bis 18 Uhr am Info-Stand sowie am Abend in allen Museen (Ausnahme: Katharinenkirche) erhältlich.

 Sabine Risch

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