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Lübeck Geiselnahme-Prozess: Wieder geht es um Alkohol
Lokales Lübeck Geiselnahme-Prozess: Wieder geht es um Alkohol
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14:36 30.03.2016
Die Lübecker Vollzugsanstalt von oben. Quelle: Peer Hellerling
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Lübeck

Der Prozess um die Geiselnahme in der Lübecker Justizvollzugsanstalt (JVA) ging am Mittwoch in die nächste Runde. Ein weiterer Insasse der JVA Lübeck sagte aus. Als weiterer Zeuge war ein Justizvollzugsbeamter geladen. Er zeigte eine Powerpointpräsentation über den möglichen Tathergang in Bildern. Außerdem stellten zwei Sachverständige ihr Gutachten von zwei der vier Angeklagter vor. Dieses diene dem Gericht zur Feststellung einer möglichen Schuldfähigkeit durch Alkoholkonsum.
Seit Prozessbeginn beschäftigen sich die Juristen mit der Frage, ob die Angeklagten Alexej S. (23), Eugenijus F. (38), Kahaberi A. (25) und Gintaras A. (51) während der Geiselnahme in der JVA Lübeck an Heiligabend 2014 betrunken waren. Da die Polizei erst einen Tag später benachrichtigt wurde, waren Alkoholtests nicht mehr möglich. Durch die Gutachten der Sachbearbeiter sollte nun geklärt werden, ob eine Schuldminderung wegen Steuerungsunfähigkeit durch Alkoholkonsum infrage kommt.
Der Sachverständige von F. betonte, dass ein erhöhter Alkoholspiegel nicht als Hinweis für eine Steuerungsminderung ausreiche. „Alkohol wirkt sich bei jedem anders aus, darum ist es bei jedem Einzelnen schwer zu sagen, inwiefern eine Beeinträchtigung vorkommt.“

er

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