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Lübeck Geocache löst Bombenalarm an der Welsbachhalle aus
Lokales Lübeck Geocache löst Bombenalarm an der Welsbachhalle aus
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08:21 20.04.2013
Polizeibeamte sperren das Gelände um die Welsbachhalle in St. Jürgen weiträumig ab. Quelle: Holger Kröger
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Sie liegen in Wäldern, unter Gullydeckeln, auf Mauervorsprüngen oder unter Steinen: Die versteckten Behälter für die GPS-Schnitzeljagd Geocaching sollen nicht so leicht zu finden sein. Doch nun hat ein Geocache einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der Hausmeister der Welsbachhalle hatte gestern Morgen eine zehn Zentimeter große Plastikröhre, die mit Panzertape umklebt war, im Eingangsbereich entdeckt und die Polizei informiert. „Da man nicht ausschließen konnte, dass es sich um einen Sprengstoffkörper handelt, wurde der Munitionsräumdienst aus Kiel informiert“, sagte Polizeisprecherin Alexandra Storm.

Beamte des 4. Polizeireviers sperrten gegen 7 Uhr das Gelände um die Welsbachhalle weiträumig ab und evakuierten das Gebäude. Nachdem die Experten des Munitionsräumdienstes eingetroffen waren, wurde die Sperrung auf die Welsbachstraße und die Straßen An der Gasanstalt und Hans-Böckler-Straße ausgeweitet. Doch die Experten konnten nach dem Röntgen und einer eingehenden Untersuchung Entwarnung geben: Die Plastikröhre war harmlos.

Ein kleiner unscheinbarer gelber Aufkleber mit der Aufschrift „Geocaching“ offenbarte, worum es sich bei der Röhre handelte. Bei der elektronischen Schatzsuche begeben sich die Teilnehmer mithilfe von GPS-Empfängern oder Smartphones auf die Suche nach den Caches, deren Koordinaten im Internet veröffentlicht werden. Die Geocaches sind wasserdichte Behälter, in denen sich ein Logbuch befindet. Manchmal sind in dem Versteck auch kleine Tauschgegenstände. Die erfolgreiche Suche dokumentiert der Finder mit einem Eintrag ins Logbuch und vermerkt den Fund im Internet. Der Geocache wird wieder an seinen Ursprungsort gelegt.

Die Polizei bittet darum, beim Verstecken der Geocaches besondere Sorgfalt walten zu lassen. „Insbesondere, wenn er an einem öffentlichen Gebäude angebracht werden soll, sollte vorher die Einwilligung der Bewohner eingeholt werden oder Zuständige informiert werden, um unnötige Polizeieinsätze zu vermeiden“, rät Polizeisprecherin Alexandra Storm. Der Hausmeister der Welsbachhalle nahm es mit Humor: „Ich habe es ganz ohne GPS gefunden.“

• Weitere Infos unter www.geocaching.com oder www.opencaching.de

„Wenn der Geocache an einem Gebäude angebracht werden soll, sollte die Einwilligung der Bewohner eingeholt werden.“
Alexandra Storm, Polizei

Julia Konerding

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