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Lübeck Giebelhäuser mit Kontrasten
Lokales Lübeck Giebelhäuser mit Kontrasten
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08:51 16.11.2016
Gabriele Schopenhauer (l.) und Bettina Thierig zeigen die drei Gewinner-Motive. Vorn im Bild die Giebelhäuser von Louise (12), welche die Punschtasse 2017 zieren sollen. Links der Entwurf von Ansgar (10), rechts von Marlene (13). Quelle: Lena Modrow
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Die Ordner sind prall gefüllt: 433 Einsendungen mit möglichen Motiven für die Punschtasse 2017 sind in diesem Jahr bei der Lübeck Travemünde Marketing (LTM) eingegangen und liegen nun auf dem Tisch vor der Jury. Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer, Künstlerin Bettina Thierig, LTM-Geschäftsführer Christian Martin Lukas und Holger Bock vom Schaustellerverband haben wie in den vergangenen Jahren die Qual der Wahl: Welches Motiv könnte auf einer Tasse besonders gut wirken?

„Auf diesem Niveau müssen wir schon bleiben“, sagt Gabriele Schopenhauer und betrachtet die gerade frisch gelieferte Punschtasse für dieses Jahr. „Die hat ganz gut vorgelegt“. Auf dem diesjährigen Weihnachtsbecher sind typische lübsche Giebelhäuser zu sehen – aus einer ungewöhnlichen Vogelperspektive. „Die ist schon der Renner“, sagt Christian Martin Lukas über das Werk der elfjährigen Louisa.

Doch auch wenn diese im wahrsten Sinne des Wortes noch gar nicht auf dem Markt ist, müssen die LTM-Verantwortlichen schon an das nächste Jahr denken. „Wir müssen das Motiv im Januar einreichen, da der Produktionsvorlauf so lang ist“, sagt Inke Möller, Leiterin des Veranstaltungsmanagements. 45 000 Stück werden produziert, von denen die meisten im Laufe des Weihnachtsmarktes in den heimischen Küchenschränken landen. „Meistens merkt man schon in den ersten zwei Wochen des Weihnachtsmarktes, ob die Tasse gut ankommt“, sagt Holger Bock. „Dann sind noch viele Gäste – etwa aus Skandinavien – da, für die diese Becher als Mitbringsel sehr interessant sind.“ Voraussetzung: Lübeck und Weihnachten müssen erkennbar sein.

„Die Tasse 2014 mit dem Schiff im Museumshafen war zum Beispiel ganz schnell weg“, sagt Inke Möller. Auch in diesem Jahr taucht das Motiv wieder in den Vorschlägen auf. „Ganz häufig haben wir natürlich das Holstentor“, sagt Möller, die den Wettbewerb schon seit dem Beginn im Jahr 2009 mitbetreut. „Es ist sehr interessant, dass die Kinder das immer sehr ähnlich aus ihrer Perspektive malen:

Meistens ist es sehr breit, das Tor größer und es sind Zacken wie Zähne eingezeichnet.“ Auch Giebelhäuser scheinen nach wie vor eine Faszination auf die jungen Künstler auszuüben, ebenso sind aktuelle Details wie Pokémon immer wieder in den Entwürfen zu finden. Oder auch Rechtschreibfehler: Weihnachten ohne „h“, Marzipan ohne „r“. „Auf manchen sind auch so winzige, süße Details“, sagt Lukas.

Nach etwa einer Stunde steht die engere Auswahl, die zu Testzwecken noch einmal kopiert und auf Tassen geklebt wird. „Manche Motive sehen so toll aus, passen aber nicht richtig auf die Tasse“, sagt der LTM-Geschäftsführer. „Andere hingegen sehen auf der Tasse erst richtig toll aus.“ Und da sind sie wieder: die Giebelhäuser. Louise (12) hat mit gelben Gebäuden auf blauem Grund die Jury überzeugt. An Ansgar (10) geht mit einer Lübeck-Landschaft der zweite Platz, Marlene (13) hat mit bunten Weihnachtskugeln den dritten Platz gemacht. Lukas: „Ich würde sonst keine Weihnachtstassen kaufen, aber der Gewinner schreit: ,Nimm mich mit!’“

Lena Modrow

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