Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Gold für Johannes Gigla
Lokales Lübeck Gold für Johannes Gigla
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:39 04.08.2017
Das Team: Johannes Gigla (Schleswig-Holstein), Paul Bunk (Bayern), Rebecca Zierold (Thüringen) und Jonas Vetter (v. l., Brandenburg). Quelle: Foto: Ipn Kiel

Mit hansestädtischer Beteiligung hat jetzt zum 28. Mal die Internationale Biologie Olympiade in Coventry, Großbritannien, stattgefunden. Der Lübecker Johannes Gigla, der im Nationalteam für Deutschland antrat, heimste dabei eine Goldmedaille für seine herausragenden Leistungen in der Biologie ein.

Insgesamt nahmen Schüler aus weltweit 68 Nationen teil, darunter ein vierköpfiges deutsches Team. „Am Katharineum zu Lübeck haben wir eine Begabtenförderung, die es Schülern, die das Potenzial und auch die Lust dazu haben, ermöglicht, sich weiter zu qualifizieren und bestimmte Thematiken zu vertiefen“, sagt Thomas Schmittinger, Schulleiter des Lübecker Gymnasiums. Durch diese Förderung ist auch der Katharineer Johannes Gigla (17) mit dem Deutschland-Team zu dem internationalen Schülerwettbewerb gekommen.

1989 wurde die Internationale Biologie-Olympiade (IBO) von sechs Nationen gegründet und erstmals 1990 ausgetragen. Der jährliche Schülerwettbewerb wendet sich an begabte Schüler, die sich in einem vierstufigen Auswahlverfahren behaupten müssen. „Tatsächlich hat meine Biologie-Lehrerin die Aufgaben für die erste Runde als Klausurersatzleistung herausgegeben“, erzählt Johannes Gigla.

Wer glaubt, bei den naturwissenschaftlichen Aufgaben handele es sich um einfache Problematiken für Schüler, liegt falsch: „Die Aufgabenstellungen sind komplex und gehen weit über die schulischen Inhalte hinaus“, sagt Schmittinger. Dass die Olympiade mit viel Vorbereitung und besonderen Lerneinheiten verbunden ist, merkte auch Johannes Gigla schnell. „Um unter die besten 250 Teilnehmer zu kommen, musste ich vier Runden überstehen, die mit zahlreichen Aufgaben, Recherchen oder Vorträgen verbunden waren“, berichtet er.

Gefördert wird der Wettbewerb auf nationaler und internationaler Ebene vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Auch wenn das Lernen und Forschen im Vordergrund steht, kommt der Spaß nicht zu kurz. „Wir waren in vielen Museen und haben tolle Sachen unternommen – da hat man manchmal fast vergessen, wofür wir eigentlich dort waren“, sagt Gigla und schmunzelt. Seinen Leistungen aber merkte das niemand an: Das deutsche Nationalteam hat großartig abgeschnitten. Giglas Teamkollegen Paul Bunk (16) aus Bayern, Jonas Vetter (18) aus Potsdam und Rebecca Zierold (18) aus Thüringen bekamen eine Silbermedaille überreicht. Mit diesem Erfolg reiht sich Deutschland hinter die Spitzenreiter der asiatischen Länder sowie den USA ein.

Die Ziele des Wettbewerbs, der Interesse an biologischen Arbeiten und kreatives Denken beim Lösen biologischer und ökologischer Probleme fördern soll, werden so fast nebenbei erreicht. Aber auch das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz: Freundschaften zwischen biologisch interessierten Schülern verschiedener Länder werden geschlossen, Berufswünsche gefestigt. Auch, wenn Biologie nie sein Lieblingsfach war, möchte Gigla Medizin oder Chemie studieren.

joe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Beim Kinderfest am kommenden Wochenende dreht sich alles um Spione und Detektive.

05.08.2017

Die Enthüllung eines ungewöhnlichen Zusammenspiels: Mit Spannung haben Bernadette Maria Roolf, Matthias Bargholz, Andreas Grellmann und Jan Witte-Kropius – allesamt ...

04.08.2017

Die Hansestadt will neuen Betreiber für die Gaststätte suchen – Der Insolvenzverwalter hofft, dass das Geschäft bis Ende des Jahres weiterläuft.

04.08.2017
Anzeige