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21:12 10.04.2017
Sprungübungen: Basima war gestern das einzige Mädchen – und die jüngste Teilnehmerin beim Parkour-Training. Dennoch hatte die achtjährige Syrerin viel Spaß am Training. Quelle: Fotos: Olaf Malzahn

Vormittags haben sie allerlei Spiele wie „Feuer, Wasser, Eis“ gemacht und sich kennengelernt, jetzt sind die Jungen und das eine kleine Mädchen nach einer kurzen Pause mit gesunden Snacks ganz aufgedreht: Lukas Janku (22), der Tänzer und Par- kour-Spezialist, will ihnen die Grundlagen der Fun- und Risikosportart zeigen. Während die Kinder zwischen acht und 15 Jahren sich mit Dehnübungen aufwärmen, sind Lars Borowski (20) und Ricardo Demuth (17) eher Zuschauer. Eigentlich sind die beiden, die ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Sport bei der Spielvereinigung Rot-Weiß Moisling absolvieren und auch AGs an Moislinger Schulen anbieten, Herren des Geschehens. Sie haben sich das Programm für die erste Osterferienwoche ausgedacht und alles organisiert, unterstützt von Birgit Apitzsch von der Astrid-Lindgren-Schule. Aus der stammen auch die Feriensport-Kinder, ebenso wie aus der Heinrich-Mann- und der Mühlenweg-Schule.

Nicht abhängen, sondern Sport treiben: Das ermöglicht das Projekt „Soziale Stadt“ Moislinger Schülern.

Zahlen und Fakten

1000 Euro kostet das Ferienprogramm, das vom Projekt „Soziale Stadt“ bezahlt wird.

20 Kinder und Jugendliche haben sich angemeldet. Sie kommen aus drei Moislinger Schulen.

Rot-Weiß Moisling ist der Einsatzort für die beiden Jugendlichen im FSJ, Arbeitgeber ist die Sportjugend des Landessportverbandes.

Genug gedehnt, jetzt geht es zur Sache: Janku baut mit den Kindern drei große Weichbodenmatten auf. Zwei liegen, eine steht senkrecht wie eine Wand dazwischen. „Stellt euch vor, die eine Seite ist ein Gefängnis. Ihr wollt ausbrechen. Wenn die Mauer fällt, habt ihr als Team verloren, also überlegt euch was!“ Schnell halten die größeren Jungs die „Wand“ fest, mit Hilfe anderer versucht die kleine Basima (8), die Oberkante zu erreichen. Mit den Händen schafft sie das, doch der Versuch, den Körper nachzuziehen, misslingt. Also Abstieg. Unterstützt von den anderen, schaffen es einige Jungs, und auch Basima gelingt es im zweiten Anlauf. Kurzer Umbau, dann folgt die nächste Übung: springen und sich über die Schulter abrollen. „Ein bisschen weh tut’s immer, nur in der Wirbelsäule sollte es nicht schmerzen“, macht Lukas den Kindern Mut. Moaaz (14) stellt sich recht geschickt an, hat sichtlich Spaß am Parkour-Training für Einsteiger. „Ich mach’ immer viel Sport, Fußball und Turnen“, sagt Moaaz.

Apropos Turnen: Das werde, sagt Lukas Janku, der früher Basketball gespielt hat, „leider heutzutage als uncool angesehen, während Parkour als extrem cool gilt. Dabei ist es dasselbe, nur dass die Bewegungen beim Parkour nicht so streng reglementiert sind.“ Springen über Kästen, Pferde, Übungen zum sicheren Stehen nach dem Sprung – die Zeit vergeht wie im Fluge, und während einige Kinder immer mutiger werden, ist anderen die Anstrengung inzwischen anzusehen.

Auch die nächsten drei Tage wird es spannend: Heute stellt der Floorballverband Schleswig-Holstein seine Randsportart (ähnlich wie Hockey, nur in der Halle) vor, morgen stehen diverse Ballsportarten an, und am Donnerstag wird es nicht sportlich, dafür aber nicht weniger interessant: Dann besuchen die Kinder und ihre Betreuer den Geschichtserlebnisraum.

Sabine Risch

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