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Lübeck Versunken im Moor: Feuerwehr rettet vier Pferde
Lokales Lübeck Versunken im Moor: Feuerwehr rettet vier Pferde
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09:28 07.11.2018
Vier Pferde rettete die Lübecker Feuerwehr aus einem Moor in Kücknitz. Sie waren bis zur Brust versunken und steckten fest. Quelle: Holger Kröger
Kücknitz

Dramatischer Einsatz Dienstagmittag für mehrere Lübecker Feuerwehren: Gegen 13 Uhr waren sie informiert worden, dass in Kücknitz vier Pferde im Moor versunken sind und sich nicht aus eigener Kraft befreien können.

Als die gut 40 Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren Siems, Dummersdorf und Kücknitz sowie der Lübecker Berufsfeuerwehren am Einsatzort eintrafen, steckten die Tiere bereits bis zum Brustkorb in dem moorigen Bachbett nahe der Straße Am Brook, berichtet Einsatzleiter Simon Bornmann von der Lübecker Berufsfeuerwehr.

39 Feuerwehrleute rettete vier Pferde bei Lübeck aus dem Moor.

Rettung mit Feuerwehrschlauch und Muskelkraft

Schnell war klar, dass der Einsatz den Rettern – vor allem körperlich – einiges abverlangen wird. Der Ort lag in einem schwer zugänglichen Waldgebiet lag, deshalb konnten die Feuerwehrleute kein schweres Gerät für die Rettung einsetzen.

Zuerst einmal musste der Bereich mit Kettensägen freigeschnitten werden, um überhaupt eine ordentliche Arbeitsfläche zu haben, berichtete Einsatzleiter Bornmann. Weitere Kräfte bereiteten den Bereich um die Pferde herum mit dem Einsatz von Schaufeln vor.

Alle vier Tiere sind wohlauf

Dann war die Muskelkraft der Retter gefragt: Mithilfe von Feuerwehrschläuchen, die den Tieren unter dem Bauch hindurch um den Körper gelegt wurden, wurden sie dann herausgezogen. Bis zu 25 Feuerwehrleute packten dabei gleichzeitig an, so Bornmann. Teilweise hätten die Beine der Pferde senkrecht Moor gesteckt. Ein ziemlicher Kraftakt für alle – der letztlich aber vier Mal zum Erfolg führte.

Ersten Erkenntnissen zufolge haben die Tiere alles gut überstanden. Während der Einsatzes kümmerten sich zwei herbeigerufene Tierärzte um die Pferde, kontrollierten und stabilisierten Kreislauf und Atmung.

Christina Schönfeld

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