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Lübeck Großer Spaß auf Mini-Motorrädern
Lokales Lübeck Großer Spaß auf Mini-Motorrädern
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14:33 25.10.2016
Coole Pocket Bikes: Paulina (8) und Tyler (6). Quelle: Lena Modrow
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St. Jürgen

Es knattert laut, und der Geruch von Zweitaktgemisch liegt in der Luft. Auf einem Parkplatz im Ausbildungspark Blankensee drehen Paulina (8) und Tyler (6) ihre Runden auf Mini-Motorrädern, immer zwischen den roten Hütchen hindurch. „Wenn Tyler auf dem Motorrad sitzt, ist er da quasi nicht mehr wegzubekommen“, sagt seine Mutter Monik Uecker. Und auch Paulina lässt das kleine Pocket Bike, wie es eigentlich heißt, nur am Rand ausrollen, wenn es gerade ausgegangen ist. Kaum ist es wieder angesprungen, fährt sie weiter mit 13 Stundenkilometern über den Parcours.

Für Tylers und Paulinas Größe passt das gut ein Meter hohe Zweirad mit dem 35 bis 50 Kubikmeter großen Hubraum ganz genau. Doch ganz anders sieht es aus, wenn sich ihre Väter auf die Mini- Bikes setzen. Oder generell Menschen mit einer Körpergröße von über 1,50 Metern. „Es ist alles eine Frage des Kniewinkels“, sagt Holli Westphal, der fast zwei Meter misst. „Wenn ich fahre, sind die Beine fast wie Kniestützen.“ Wie geschrumpft sehen die Motorräder aus, wenn die Erwachsenen mit ihnen zwischen den Hütchen hindurchdüsen. 15 Pocket Bikes und ein Mini-Quad besitzt die neunköpfige Gruppe insgesamt, die sich seit drei Jahren regelmäßig auf dem für diese Zwecke gemieteten Parkplatz in Blankensee jeweils mit der ganzen Familie trifft. Denn: Im regulären Straßenverkehr sind die kleinen Zweiräder meist nicht zugelassen, da sie fast nie den Anforderungen der Straßenverkehrszulassungsordnung entsprechen.

„Die Treffen sind mal durch einen Zufall entstanden“, sagt Jan Kühn. Eines Tages habe er eines der Minimotorräder bei einem Arbeitskollegen gesehen, bei dem es nur herumstand. Er dachte an seinen Sohn Tyler, der schon als Kleinkind motorradbegeistert gewesen ist, und fragte, ob er es mitnehmen könne. Da der heute Sechsjährige damals aber noch zu klein gewesen ist, um es selbst fahren zu können, machte Jan Kühn eine Probefahrt. Und so verselbstständigte sich das Ganze: Verwandte und Freunde wollten das Mini-Motorrad auch einmal testen und waren schließlich so begeistert, dass sie sich selbst eine eigene Maschine über das Internet kauften.

„Zwischen 120 und 260 Euro kostet in der Regel ein Pocket Bike“, sagt Holli Westphal. „Und mit den Ersatzteilen geht das preislich auch noch“. Das teuerste seien die Reifen mit rund 35 Euro. Aber wer sich auf das Hobby einlässt, muss bastelbegeistert sein – denn es geht immer mal wieder etwas kaputt. Auch einer der Fahrer auf dem Parcours wird gerade ausgebremst: Die Kette ist gerissen. Es folgt ein erzwungener Boxenstop. „Wir versuchen, hier alles selbst zu reparieren; bei besonders schweren Fällen ist auch noch ein Kfz-Mechaniker da, der ein bisschen mehr Ahnung hat“, sagt der Lübecker.

Aber es geht nicht nur ums Reparieren, auch ums Tunen. Die Maschinen der Erwachsenen sind nicht nur im Gestell verstärkt, sondern können auch schneller fahren. „Bis zu 60 Stundenkilometern schaffen manche“, sagt Westphal. „Da kommt schon ein richtiges Motorrad-Feeling beim Fahren auf.“ Sein eigenes Mini-Zweirad hat der 51-Jährige sogar mit einem Star- Wars-Stormtrooper am Lenker, Patronenhülsen und Kettensägen-Blättern an den Rädern verziert. „Ziemlich martialisch“, sagt er und grinst.

Auch wenn es beim Rennen auf der Parkplatz-Strecke zwischen den großen Fahrern manchmal ein kleines bisschen ruppiger zugeht, steht doch eines im Vordergrund, wie die Pocket-Bike-Fans sagen: „Es ist alles ,Just for Fun‘.“

 Lena Modrow

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