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Lübeck Großes Fest für kleine Spürnasen
Lokales Lübeck Großes Fest für kleine Spürnasen
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18:22 12.08.2017
Gebannt verfolgen die Zuschauer die Abenteuer des Meisterdetektiven „Kalle Blomquist“. Quelle: Fotos: Rüdiger Jacob

So werden Kinderherzen erobert: Mit einem spannenden Fest haben das Günter-Grass- und das Willy-Brandt-Haus junge Spürnasen ausgebildet. Gestern war der Auftakt des Kinderfestes, das heute fortgesetzt wird. „Spione und Detektive“, so lautet das Motto des gemeinsam organisierten Festes, bei dem es eine Reihe von intelligenten Mitmachspielen gibt.

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Im Willy-Brandt- und im Günter-Grass-Haus werden Kinder zu Detektiven – Feier auch heute noch.

Statt Hüpfburg und Bratwurst stehen unter anderem Wissensfragen und das Erlernen von Geheimschrift auf dem bunten und kurzweiligen Programm. Die Leiter der Häuser, Jörg-Philipp Thomsa und Jürgen Lillteicher, zeigten sich über das große Interesse zufrieden: „Wir rechnen mit mehreren Tausend Besuchern.“

Gestern stimmten Schauspieler der Lübecker Freilichtbühne im Museumsgarten mit einem Ausschnitt aus „Kalle Blomquist“ auf das Themenfest ein. Das junge Publikum war begeistert. Heute kommt das Ensemble um den Meisterdetektiv um 12 Uhr noch einmal auf die Gartenbühne. Gefragt waren Autogramme der Darsteller, aber auch der echte Polizeihauptkommissar Thomas Wolf. Bei ihm konnten sich die Kinder nämlich erkennungsdienstlich behandeln lassen.

Mutig steckt Emilia dem Beamten einen Finger entgegen, von dem ein farbiger Abdruck genommen wird. Die Achtjährige, die mit Mama Peggy Rehder (40) auf das Fest gekommen ist, hat jetzt ihren Fingerabdruck auf dem Pass, auf dem auch eine eigene Detektivgeschichte, eine Botschaft in Geheimschrift und ein selbst gemachter Button Platz hat. „Ein wirklich tolles Kinderfest“, lobt Rehder die Aktion. Ein paar Meter weiter nimmt Luis an einer antiken, mechanischen Schreibmaschine Platz. Beherzt haut der Vierjährige in die Tasten. Hier tragen die kleinen Spürnasen ihre Namen – und natürlich auch ihre Decknamen ein.

Die Aktionen sind pfiffig: An einer großen Tafel können die Kinder mittels einer farbigen Schablone Buchstaben erkennen, die den Namen des Spions von Willy Brandt verraten. Und so lernen die kleinen Detektive sozusagen spielend, dass es Günter Guillaume war, der einst eine Affäre auslöste, in deren Folge Brandt als Bundekanzler zurücktrat. Aber die Kinder konnten noch viel mehr entdecken. Unter anderem als „Kalle Blomquist“ perfekt geschminkt und verkleidet durften sie sich von Cornelia Schrader im Seminarraum der musealen Häuser fotografieren lassen – immerhin verlangt der Spürnasen-Pass nach einem aktuellen Foto.

Die Kinder konnten auch auch ihre Gesichter mit Supermann- oder Batman-Motiven schminken lassen, eigene, kleine Bücher binden und mit ihren Texten und Bildern versehen oder mittels eines Füllers, der mit Zitronensaft gefüllt war, etwas auf ein Blatt Papier schreiben. Erst beim Überbügeln wurde die Geheimschrift sichtbar. „Die Idee war, ein Kinderfest mit kreativen Impulsen zu schaffen“, sagt Lillteicher. „Museen als spannende Plattformen“, fügt Thomsa treffend hinzu.

Heute geht der spannende Spaß von 11 bis 17 Uhr weiter. Der Eintritt ist frei.

Rüdiger Jacob

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