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Lübeck Grüne wollen Gelände des LBV Phönix retten
Lokales Lübeck Grüne wollen Gelände des LBV Phönix retten
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15:14 10.09.2013
Für den LBV Phönix: Gerd Pingel (v. l.), Steffen Kohl, Carl Howe und Katja Mentz. Quelle: Hellerling

Betroffen wären mehrere Tennisplätze und eine Mehrzweckhalle. Hintergrund ist der Erbpachtvertrag, der zum 31. Dezember ausläuft (die LN berichteten). Steffen Kohl, zweiter LBV-Vorsitzender, nennt die mögliche Abtrennung „existenzvernichtend“. Die Grünen setzen sich nun für den Erhalt ein.

„Die Zeit drängt“, sagt Grünen-Politikerin Katja Mentz. Die Partei hat den Antrag für die kommende Bürgerschaftssitzung Ende September gestellt, den Vertrag zu verlängern. „Das ist relevant für die Zukunft des Vereins.“ Mentz kann die Überlegungen der Stadtverwaltung nicht nachvollziehen. „Der Ausbau als Sportzentrum und gleichzeitig Wohnbebauung sind ein Widerspruch“, sagt sie. Demnächst sollen der Lübecker Judo- Club und der Tanzclub Hanseatic von der Falkenstraße mit auf das Gelände ziehen, weil deren Erbpachtvertrag auf der anderen Straßenseite 2015 ausläuft — auch dort, am östlichen Kanalufer, will die Stadt das Gebiet neu bebauen.

Kohl möchte seine Wettkampfstätten in vollem Umfang behalten, vor allem die Mehrzweckhalle. „Sie ist unentbehrlich“, sagt er. Unter anderem wird sie während der Handballtage genutzt, für Schulsport, andere Teams wie Hockeymannschaften trainieren dort. Die Halle sei rund 500 000 Euro wert, sagt der LBV-Vorsitzende Gerd Pingel. Die Stadt wiederum habe lediglich knapp 340 000 als Entschädigung in Aussicht gestellt. Pingel: „Das grenzt an Enteignung.“ Für das Geld sei kein Neubau möglich.

Die Verwaltung spricht nur von vagen Planungen. „Wir überprüfen lediglich im Rahmen des Sportflächenkonzepts, ob alle Flächen benötigt werden“, sagt Karsten Schröder, Bereichsleiter Stadtplanung.

Dazu wird derzeit ein Gutachten erstellt, das sich mit dem Sportlärm beschäftigt — womöglich sei dann ohnehin keine Wohnbebauung zulässig. Das Ergebnis soll Ende September vorliegen.

Darauf verweist auch SPD-Fraktionschef Jan Lindenau. „Hier wird nur grundsätzlich geprüft, was alles geht.“ Hintergrund sei das Gesamtkonzept, ein neues, konzentriertes Sportzentrum an der Falkenwiese zu schaffen. „Wir haben nicht die Absicht, irgendeinen Sportverein wegzudrängen.“ Christopher Lötsch, baupolitischer Sprecher der CDU, hätte sich indes eine bessere Kommunikation seitens der Verwaltung gewünscht: „Das muss kritisiert werden.“ Zum konkreten Verhandlungsstand möchte er sich allerdings nicht äußern, sondern das Untersuchungsergebnis abwarten.

Der LBV allerdings lehnt selbst theoretische Überlegungen ab. „Wir brauchen Planungssicherheit“, sagt der Vize-Vorsitzende Kohl. Der auslaufende Erbpachtvertrag kreise über dem Verein „wie ein Damoklesschwert“. Carl Howe, baupolitischer Sprecher der Grünen: „Erst sollte das östliche Kanalufer entwickelt werden, bevor ein neues Projekt begonnen wird.“ Der Vertrag mit dem LBV könne daher problemlos „für weitere 20 Jahre verlängert werden“.

pah

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