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Lübeck Grünes Licht für Wohnviertel auf Kittner-Areal
Lokales Lübeck Grünes Licht für Wohnviertel auf Kittner-Areal
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22:15 04.11.2013
Oliver Prieur (CDU).
Travemünde

Los geht‘s: Der Bauausschuss hat gestern beschlossen, dass auf dem Kittner-Gelände in Travemünde ein neues Wohnquartier entstehen soll. Nach einstündiger Debatte hoben die Politiker die Hände für die ersten Schritte des dreistufigen Bebauungsplanes. Auf dem Grundstück sollen Eigentumswohnungen und Ferienappartements entstehen sowie ein Restaurant oder Café und Fitness- und Wellnesseinrichtungen.

Zudem ist ein Parkhaus geplant (die LN berichteten).

„Wir in Travemünde freuen uns auf das Vorhaben“, sagt Uwe Hildebrandt (CDU). „Ein gutes Konzept für diese Stelle“, lobt Nico Goldschmidt (FDP). Carl Howe (Grüne): „Eine Wohnbebauung ist in Ordnung, wenn dann auch das Parkhaus errichtet wird.“ Nur die SPD hadert noch mit dem Vorhaben. Sie will verhindern, dass Ferienappartements nur einmal im Jahr genutzt werden — ansonsten aber leer stehen.

Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) versucht zu beschwichtigen: „Das sollen gewerbliche Ferienappartements werden.“ Dort könnten die Eigentümer sechs Wochen im Jahr wohnen, ansonsten müssten die Unterkünfte an Touristen vermietet werden. „Das Ganze ist eine gesunde Mischung“, so Boden. Oliver Prieur (CDU) kann es nicht fassen: „Erst erklärt Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) das Projekt für gestorben, weil der Investor angeblich abgesprungen sei — jetzt überlegt die SPD noch lange auf dem Vorhaben herum.“ Ulrich Pluschkell (SPD) kontert: „Wir überlegen gerne vorher.“ Erst wollen die Genossen den Beschluss um zwei Wochen vertagen — bekommen dafür aber keine Mehrheit. Letztendlich stimmen dann alle Parteien zu, dass das Projekt starten kann.

Bauen wollen zwei Hamburger Firmen: die Otto Wulff Bauunternehmung und die Wohnbau und Projektentwicklung Hamburg GmbH (WPH). Das Investitionsvolumen liegt bei 40 Millionen Euro. Es sollen 11 500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche entstehen. Geplant sind 63 Eigentumswohnungen und 45 Ferienappartements, zudem eine Tiefgarage mit 108 Stellplätzen. Die Investoren haben das Gelände von Kittner bereits gekauft — können aber bis März, April 2014 davon zurücktreten. „Wir müssen sehen, ob das Projekt von der Stadt, den Politikern und den Bürgern gewollt ist“, sagt WPH-Geschäftsführer Simon Vollmer. Dann wollen die Investoren auch das dahinterliegende Gelände von der Stadt erwerben, das derzeit Parkplatz ist. Von dem Geld kann die Stadt wiederum ein Parkhaus bauen mit bis zu 350 Stellplätzen, die KWL würde es betreiben.

Die spannende Frage: Wollten die Investoren wegen des Kailine- Stopps abspringen oder nicht? Andreas Seithe, Geschäftsführer der Otto Wulff Bauunternehmung GmbH, bestätigt: „Wir hatten einen Termin abgesagt, weil wir verunsichert waren.“ jvz

LN

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