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Lübeck Grünes Sex-Verbot in der Werbung
Lokales Lübeck Grünes Sex-Verbot in der Werbung
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14:50 18.06.2016
Josephine von Zastrow josephine.von.zastrow@ln-luebeck.de
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Sexistisch oder nicht sexistisch? Das ist die Frage. Die Antwort dürfte meist uneindeutig sein. Ist es der nackte Busen? Der Rock, der übers Knie reicht? Der knackige Po, der in einer Jeans steckt? Der aufreizende Blick über eine Brille hinweg? Oder der Lichtspot, der die Kurven der Dame im Bikini hervorhebt?

Die lübschen Grünen wagen sich mit ihrem Antrag zum Verbot sexistischer Werbung auf ein Terrain, auf dem die Bundespartei beim Veggie-Day ziemlich ins Schlingern geraten ist. Einer Gesellschaft vorschreiben zu wollen, wie sie richtig lebt, richtig isst und richtig wirbt, ist so lässig wie die Haltung der Wachen vor dem Buckingham Palast der Queen.

Dabei nehmen die Grünen Bezug auf Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), der per Gesetz diskriminierende Werbung verbieten will. Hintergrund sind die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln auf Frauen. Die Werbung war’s – dieses Fazit von Maas ist schon verquer. Doch der Gedankengang von der Kölner Silvesternacht über Berliner Gesetzespläne bis zur Lübecker Welterbesatzung macht den Murks perfekt.

Die Debatte über das Geschlechterbild unserer Gesellschaft ist richtig, ein Verbot falsch. Die Grünen fordern gern Toleranz ein. Doch Toleranz bedeutet, genau das zu dulden, was einem selbst nicht gefällt.

Josephine von Zastrow

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