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Lübeck Guck mal, wer da den Rasen mäht!
Lokales Lübeck Guck mal, wer da den Rasen mäht!
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19:14 30.08.2016
Ingo Schubert, Betriebsleiter für die Sportflächen, wartet auf den ersten richtigen Einsatz seines neuen Mähroboters. Quelle: Holger Kröger
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Innenstadt

Was da auf dem Rasen auf dem Buniamshof steht, scheint auf den ersten Blick wie von einem anderen Stern. Ganz harmlos sieht er aus, der circa zwei mal zwei Meter breite und 20 Zentimeter hohe Roboter aus silberfarbenem Kunststoff. Noch steht er sicher und verschlossen in seiner kleinen Garage, einem käfigähnlichen Bau neben der Rasenfläche. Bald schon soll er regelmäßig über den Rasen des Sportplatzes flitzen und mit seinen acht messerscharfen Klingen das Gras stets kurz halten. Und zwar komplett selbstständig und ohne menschliche Beteiligung.

Für die Sportler, die die 7500 Quadratmeter große Rasenfläche nutzen, sei die neue Anschaffung des Bereichs Stadtgrün und Verkehr ein Segen, glaubt Ingo Schubert. „Die Cougars und andere Sportler, die hier trainieren, werden sich über die immer gleiche Rasenhöhe freuen“, sagt der Betriebsleiter für die Sportflächen der Stadt. „Mit einem normalen Mäher wird das nie so gleichmäßig.“ Bisher fuhr zwei Mal pro Woche jeweils eine Stunde lang der Platzwart mit Aufsitzmäher über den Platz. Anschließend musste er das geschnittene Gras entsorgen und den Platz gründlich überfegen. „Mit dem Roboter wird diese Arbeit wegfallen“, weiß Schubert. Schließlich soll das windschnittige Gefährt bei seinen Einsätzen lediglich einen Millimeter Rasen absäbeln. So bleibe der Rasen stets gleich hoch und es entstehe kein Mulch, sagt Schubert.

Etwa eine Stunde benötigt der Robotermäher für die 7500 Quadratmeter große Rasenfläche. Auf dem kleinen Platz daneben ist seine Ladestation eingerichtet. Dorthin fährt der kleine Mäher von allein, wenn sein Akku leer ist. Ganz allein startet der Kleine auch seine Tour, erklärt Schubert. „Wir haben ihn so programmieren lassen, dass er nur nachts oder abends unterwegs ist, wenn niemand auf dem Gelände ist.“ Noch muss der Roboter aber in seiner Garage auf den ersten richtigen Einsatz warten. Die kleine Kante zwischen Tartanbahn und Rasenfläche ist dem Mäher zu hoch. Dort würde er jedesmal seine scharfen Klingen über den Absatz schleifen. In den kommenden Wochen soll deshalb extra für ihn eine Rampe aus Kunststoff um die Rasenfläche gebaut werden.

Nachteile der Anschaffung sieht Schubert nicht. Auch eine Gefahr für kleine Tiere schließt er aus. Der Grund: „Sobald ein größerer Gegenstand vor die Sensoren des Mähers gerät, stoppt er und umfährt den Gegenstand.“

Auch die Stadt bewertet das neue Gerät durchweg positiv. „Der Bereich Stadtgrün und Verkehr hat sich nach intensiver Recherche und positiven Erfahrungsberichten aus anderen Kommunen für dieses Gerät entschieden“, sagt Stadtsprecherin Nicole Dorel. Auch rechnerisch gebe es durch den Roboter Vorteile. „Die Anschaffungskosten betragen 12000 Euro, die sich durch die deutlich geringeren Lohn- und Betriebskosten bereits in fünf Jahren vollständig amortisiert haben sollen“, erklärt Dorel. Sollte sich der Schneide-Roboter bewähren, wäre der Einsatz auch auf anderen, ausgewählten Sportanlagen möglich.

 Elisabeth Riedel

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