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22:38 23.09.2016
Empfang mit Hatice Kara (Bürgermeisterin Timmendorfer Strand, v. l.), Bernd Saxe, Eberhard Schmidt-Elsaeßer und Fatih Mutlu. Quelle: er
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Es ist eines der wichtigsten Feste der islamischen Kultur: Vier Tage lang feiern Muslime jährlich am Zehnten des zwölften islamischen Monats – immer zu einem anderen Datum – das traditionelle Opferfest. Zu diesem Anlass luden Bürgermeister Bernd Saxe und die Schura, die Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig- Holsteins, gestern Abend zum Empfang ins Rathaus.

Es seien Feste wie diese, die das gesellschaftliche Zusammenleben fördern, sagte Fatih Mutlu, Vorsitzender der Schura, bei seiner Eröffnungsrede. Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim gedacht, der nach Überlieferung eine göttliche Probe bestanden hatte. Er war bereit, für Allah seinen Sohn Ismael zu opfern. Allah verzichtete auf die Tat, da er sein Gottvertrauen erkannte. Aus Dankbarkeit opferten Ibrahim und Ismael einen Widder. Mutlu übertrug diese Überlieferung auf die heutige Zeit. „Eine Aufopferung für andere soll wieder ein Motiv im Alltag sein“, sagte er. Dazu gehöre es auch, Neubürger willkommen zu heißen und in die neue Gesellschaft zu integrieren. Schließlich sei es auch deren Aufgabe, als Muslime „zu verhindern, dass Menschen Opfer extremistischer Rattenfänger werden“. Dabei mahnte er auch zur Selbstreflektion. „Wir müssen uns natürlich auch die Frage stellen, welche Schuld wir selbst daran tragen, dass viele Muslime nicht in Deutschland integriert sind.“

Insofern böte das gemeinsame Feiern religiöser Feste die Gelegenheit „Brücken zu schlagen und einander näher zu kommen“, bemerkte Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer, Staatssekretär des Ministeriums für Justiz, Kultur und Europa Schleswig-Holsteins. An Mutlu gerichtet betonte er: „Der Landesregierung ist es wichtig zu interagieren.“ Nur gemeinsam könne man Wege finden, sich zu unterstützen.

er

LN

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