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Lübeck Hafen-Pakt: Politiker warnen vor Streik
Lokales Lübeck Hafen-Pakt: Politiker warnen vor Streik
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22:50 07.03.2016
Thomas Rathcke (FDP). Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Lübeck

Die Politiker fordern, den Konflikt an den Kaikanten nicht eskalieren zu lassen. „Es wäre nicht gut, wenn es eine weitere Konfrontation gebe“, warnt SPD-Fraktionschef Jan Lindenau vor Streik im Hafen. Das schaffe keine Verlässlichkeit, die brauche die LHG am dringendsten. Seine Warnung geht in Richtung Ver.di. „Man muss sich fragen, ob jede Aktion der Gewerkschaft in der Vergangenheit sinnvoll war“, so Lindenau.

Deutlicher wird CDU- Vormann Andreas Zander. „Maximalforderungen von Ver.di sind nicht angebracht.“ Zander meint: „Die Schmerzen, die Ver.di mit dem Papier hat, wären bei uns noch viel größer gewesen.“ Denn die Stadt soll auf fünf Millionen Euro Pachteinnahmen verzichten – bis 2019. Auf der anderen Seite sollen bei LHG und dem Hafenbetriebsverein (HBV) bis Ende Oktober 146 Beschäftigte gehen – freiwillig. Oder es wird weniger gearbeitet ohne Lohnausgleich. Das soll insgesamt 5,75 Millionen Euro bringen.

„Es wird nicht ohne Personalkosten-Reduzierung gehen“, sagt Grünen-Fraktionschef Thorsten Fürter. Denn es gibt weniger Kunden, weniger Ladung und damit weniger Arbeit. Aus seiner Sicht ist es „fünf vor zwölf“ für die LHG. „Dieses und nächstes Jahr muss die LHG das hinkriegen – sonst wird es schwierig“, macht Fürter klar. Er hofft auf den Schulterschluss beider Parteien. „Sonst kommt es zu Entscheidungen ohne die Arbeitnehmer“, sagt Fürter. „Ich glaube, es wird nicht ohne Abbau von Arbeitsplätzen gehen“, stimmt FDP-Fraktionschef Thomas Rathcke zu. Die Botschaft sei immer gewesen: Streik, Streik, Streik. „Ich glaube, damit hat sich Ver.di nichts Gutes getan.“

Völlig anders sieht das Linken-Chefin Antje Jansen: „Arbeitsplatz-Abbau hat ein Unternehmen noch nie zukunftsfähig gemacht.“ Sie fordert die LHG-Chefs auf, mehr Aufträge und mehr Kunden an Land zu ziehen. Jansen: „Die LHG muss in die andere Richtung denken.“

jvz

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