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Lübeck Halle im Glashüttenweg ausgebrannt
Lokales Lübeck Halle im Glashüttenweg ausgebrannt
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17:45 08.08.2017
Am Dienstagmorgen ist im Glashüttenweg eine Halle ausgebrannt. Quelle: Holger Kröger

Es ist 5.35 Uhr, als Mitarbeiter der Firma Brüggen die Feuerwehr alarmieren: Eine Lagerhalle innerhalb des Brüggen-Geländes am Glashüttenweg 40-42 brennt in voller Ausdehnung. Schon von Weitem sind Rauchwolken und Flammen zu sehen, als die Feuerwehr wenig später eintrifft. Was laut Einsatzleiter Andreas Wulf vermutlich als Dachstuhlbrand begann, hat inzwischen eine Tischlerei und darüberliegende Büroräume erfasst.

Am Dienstagmorgen ist in Lübeck im Glashüttenweg eine Halle komplett ausgebrannt. 

Die Wachen I und II der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Wehren Israelsdorf und Schlutup – insgesamt rund 50 Leute – bringen zwei Drehleitern mit je einem Wenderohr, zwei B-Rohre und drei C-Rohre in Stellung. Auch im Inneren des Gebäudes werden weitere Rohre eingesetzt. Die Polizei sperrt derweil bis 8 Uhr den Glashüttenweg, damit Löscharbeiten nicht behindert werden. Nach 30 Minuten ist das Feuer zwar bereits unter Kontrolle, der hintere Bereich der Halle kann gerettet werden. Doch bis zur Meldung „Feuer aus!“ wird es noch lange dauern – selbst am Nachmittag wird das Gebäude noch regelmäßig auf Glutnester hin untersucht.

Während die Firmen in dem Komplex Glashüttenweg 40-42 vom Brand verschont bleiben – wie beispielsweise Rettungsgeräte- Spezialist Adolf Dircks & Co., das für türkische Hochzeiten genutzte Event Center oder aber Antik & Art von Horst Scheimann, ist einer am Boden zerstört: der 64-jährige Rentner Jörg Lüdge. In der ausgebrannten Tischlerei hat er Holzkunstwerke aus Birke, Esche und Eiche gefertigt, wie Scheimann berichtet. Er ist mit dem Hobbykünstler befreundet. „Er ist so ein Herzensmensch, es tut mir wahnsinnig leid für ihn“, sagt Scheimann. Jetzt habe er ihm erst einmal seine Räume zur Mitnutzung angeboten, „denn je früher er wieder anfängt zu arbeiten, desto eher kann er das Ganze vergessen.“ In den ebenfalls betroffenen Büroräumen soll eine Art Gottesdienstraum für eine Gemeinschaft von Gläubigen gewesen sein.

Eigentümer des Gebäudekomplexes Glashüttenweg 40-42 ist die Firma Brüggen. Wie hoch der Sachschaden am Gebäude ist, vermochte gestern niemand zu sagen. Hanno Brüggen jedoch, der die Brandstelle gestern in Augenschein nahm, geht davon aus, „dass die Fassade und Leitungen erneuert werden müssen“ und dass es keine große Sache sei, die Räume wiederherzustellen. Brüggen: „Vorausgesetzt, es ist kein Schaden an tragenden Teilen.“ Wichtig sei, dass niemand verletzt worden sei.
Sowie die Brandstelle komplett abgelöscht und ausgekühlt ist, werden Brandermittler der Kriminalpolizei ihre Arbeit aufnehmen. Man müsse und wolle abwarten, bis keine giftigen Gase mehr ausdampfen. „Der Brandort ist vorerst beschlagnahmt“, sagt Polizeisprecher Stefan Muhtz. Am heutigen Mittwoch werde man vielleicht Näheres – auch zur Schadenshöhe – wissen.

Sabine Risch

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