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Lübeck Handel setzt auf Kanalausbau
Lokales Lübeck Handel setzt auf Kanalausbau
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21:12 12.06.2017
Aus dem Silo in Kronsforde am Elbe-Lübeck-Kanal wird Getreide auf ein Binnenschiff geschüttet. Der Ausbau des Kanals könnte den Transport vom Lkw aufs Schiff vorantreiben. Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen

Mit ATR Ratzeburg bekennt sich eines der führenden Agrarhandelsunternehmen in Deutschland, Dänemark und Polen zum Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals (ELK). Das machte ATR-Geschäftsführer Ludwig Striewe nun bei einem Besuch des Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann (CDU) in Ratzeburg deutlich. Das im Wachstum befindliche Unternehmen mit 820 Mitarbeitern im In- und Ausland setzt auf ökonomische Vorteile durch größere Tranportkapazitäten auf dem Wasser. Es bekennt sich aber auch klar zu den Vorteilen für den Klimaschutz, der mit jedem Container, der von der Autobahn auf den Kanal wechselt, verbessert wird. Brackmann hatte sich als Mitglied des Haushaltsausschusses im Bundestag dafür eingesetzt, dass der Kanal im Bundesverkehrswegeplan mit 836 Millionen Euro ertüchtigt wird.

„Wir fänden es absurd, wenn der Elbe-Lübeck-Kanal ein Gewässer für Freizeitschiffe sein sollte. Er muss für die Wirtschaft gepflegt werden“, so Striewe. Das BinnenwasserStraßennetz sei in Deutschland an sich sehr gut. Doch das kleine Stück von der Elbe zum größten Binnenmeer der Welt, der Ostsee, sei ein Engpass. Brackmann: „Hier besteht die große Chance für die Verlagerung der Transporte vom Lkw auf Schiffe.“ 160 000 Tonnen Getreide aus dem Ostseeraum lagert ATR im firmeneigenen Lager in Lübeck. ATR bemühe sich schon jetzt mit dem Bau eines neuen Bahngleises, Transportkapazitäten auf die Schiene zu verlagern. Künftig sollen in Ratzeburg ganze Züge halten und entladen werden können.

„Auch das ist zwar eine wirtschaftliche Entscheidung, die aber der Umwelt zu Gute kommt“, so Striewe. Bislang sei die Region im Hinblick auf die Binnenschifffahrt ein Engpass. In der Vergangenheit habe es öfter Probleme gegeben, überhaupt Binnenschiffe für die Fahrt auf dem ELK zu bekommen. Nur noch sechs Prozent der Binnenschiffe könnten den Kanal überhaupt befahren, so Brackmann. 800 bis 900 Tonnen könnte eines dieser wenigen Binnenschiffe tragen. Die neuen Euroschiffe, die den Kanal nach dem Ausbau befahren könnten, wären in der Lage, 1600 Tonnen zu transportieren. „Damit würde der Transport entsprechend günstiger und damit wettbewerbsfähig gegenüber dem Lkw“, so Striewe.

Derzeit werden über den ELK pro Jahr insgesamt nur 600000 Tonnen Güter transportiert. Das Potenzial liegt laut Schätzungen der IHK jedoch bei drei Millionen Tonnen. Das Geschäft von ATR floriere.

Es seien weitere Standorte erworben worden – und nach wie vor werde Personal gesucht. fg

LN

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