Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck HanseTalk: Kommt die gläserne Priwallfähre?
Lokales Lübeck HanseTalk: Kommt die gläserne Priwallfähre?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:10 26.07.2018
Das Podium im proppevollen LN-Medienzelt, v. l.: Lars Fetköter (stellvertretender LN-Chefredakteur), Thomas Lenz (Aja und Arosa), Sven Hollesen (Waterfront), Bürgermeister Jan Lindenau (SPD), Uwe Kirchhoff (Travemündes Kurdirektor) und Gerald Goetsch (LN-Chefredakteur). Quelle: Foto: Wolfgang Maxwitat
Travemünde

Es ist eine launige Podiumsdebatte im LN- und NDR-Medienzelt. Hier kommen die besten Zitate der Runde: „Ich freue mich auf eine Travemünder Woche ohne bayrisches Bierzelt“, sagt Bürgermeister Jan Lindenau (SPD). „Wo sollte man Urlaub machen, wenn nicht in Travemünde?“, meint Kurdirektor Uwe Kirchhoff. Und Waterfront-Investor Sven Hollesen fordert: „Es muss eine Parkpalette auf das Leuchtenfeld. Das muss man nicht erfinden. Man muss es nur tun.“ Und Regionaldirektor der DSR-Holding (Aja und Arosa) Thomas Lenz ist sich sicher: „Wir müssen mehr über Segeln reden, wenn es um die Travemünder Woche geht.“

Das lübsche Seebad hat ein neues Gesicht – auf beiden Seiten der Trave. Die Ferienanlage Waterfront auf dem Priwall für 150 Millionen Euro – und das Aja-Hotel samt Schwimmbad direkt gegenüber für 60 Millionen Euro. Das ist das Thema beim HanseTalk auf der Travemünder Woche.

Klar ist: Je mehr Hotels, je mehr Betten, desto mehr Einnahmen für die Stadt – und dadurch soll mehr neue Infrastruktur im Ort finanziert werden. „Wir brauchen eine Priwall-Fähre“, fordert Hollesen.

Er meint damit eine Personenfähre, die das ganze Jahr von der Priwall-Spitze hinüber zur Travepromenade fährt. Dadurch entstände für Fußgänger ein Rundlauf von der Travepromenade über den Fährvorplatz hinüber zum Priwall, die Priwall-Promenade entlang bis zur Spitze und per Schiff wieder zur Travepromenade. „Jetzt ist eine Fähre ein Hindernis – sie muss zu einem Erlebnis werden“, sagt Hollesen. Er kann sich beispielsweise Filme an Bord vorstellen.

Lindenau hat eine andere Idee. „Was ist, wenn man den Boden der Fähre gläsern macht?“ fragt er. „Dann könnten die Gäste ein Stück Ostsee erleben, wenn sie über das Wasser fahren.“ Für die Finanzierung solcher Projekte sollten sich die Tourismuswirtschaft und die Stadt zusammen tun, so Lindenau vor.

Und es gibt Neuigkeiten: Die Zahl der Wohnmobilstellplätze in Travemünde wird sich verdreifachen – auf knapp 150. Das verspricht Kirchhoff. Am Kowitzberg gibt es bereits 48 Stück. „Dort wollen wir das Angebot erweitern“, so der Kurdirektor. Es sollen weitere 49 Stellplätze entstehen. Und: „Demnächst werden auf dem Baggersand ebenfalls 49 Parkplätze für Wohnmobile errichtet.“ Auf dem Priwall tut sich ebenfalls einiges. Dort könnte noch ein neues Baugebiet entstehen. „Wir prüfen, ob im Bereich des ehemaligen Priwall-Krankenhauses bezahlbarer Wohnraum entstehen kann“, verrät Lindenau. Und was ist mit dem Kohlenhof? Dort wurde bereits vor Jahren ein Hotel geplant. Hollesen hat das Areal gekauft. Aktuell wird geprüft, ob das Areal Landschaftsschutzgebiet wird. Falls nicht, steht dem Bau nichts im Wege. Würde es geschützt, müsste man diskutieren, wie es dann weiter ginge.

Es geht natürlich auch um Parkplätze – das stets wiederkehrende Thema in Travemünde. „Die 2800 Parkplätze reichen bei normalem Strandbetrieb aus“, ist sich Kirchhoff sicher. Dass das bei einer Großveranstaltung wie der Travemünder Woche nicht der Fall ist, gibt er zu. Aber er hofft, dass die Besucher aus Lübeck oder Bad Schwartau per Bahn oder Bus anreisen. „Es gibt genügend Möglichkeiten, nicht im Stau zu stehen.“

Von Josephine von Zastrow

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Possehlbrücke wird teuer, aber sie wird fertig. Dafür gibt es Lob von den Unabhängigen und dem Gewerbeverein Genin. Der Hauptausschuss hatte Mehrkosten von sechs Millionen Euro zugestimmt. Die neue Querung kostet damit 15 Millionen Euro und wird am 15. November 2019 fertig.

26.07.2018

Beratung und Tipps zur sicheren Internetnutzung speziell für Menschen mit kognitiven Einschränkungen wie einer Behinderung sowie für Hörgeschädigte bietet die Verbraucherzentrale jetzt als Hausbesuch vor Ort an. Einrichtungen und Vereine können das Angebot in Anspruch nehmen.

26.07.2018

Die Stadt geht in die Königpassage: Sie baut dort fünf Räume für Deutschkurse der Volkshochschule aus. Denn die VHS hat Klassen für die Schüler der Kalandschule geräumt. Dort wiederum mussten Räume gesperrt werden, weil das Dach marode ist. Kosten insgesamt: 140000 Euro.

26.07.2018