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Lübeck Hansebelt will attraktive Bedingungen für Generation Y
Lokales Lübeck Hansebelt will attraktive Bedingungen für Generation Y
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21:21 08.12.2015
Claus Kjeldsen (v. l.), Friederike Kühn, Andreas Mansfeld, Julia-Niharika Sen, Bernd Rohwer und Volker Bechtloff diskutierten auf dem Podium in der Musik- und Kongresshalle. Quelle: Fotos: Guido Kollmeier

Generation Y heißt sie. Man kann sie auch einfach nur die „junge Generation“ nennen. Sie spielt für Unternehmen in ganz Deutschland eine große Rolle und war gestern Hauptthema des Hansebelt-Zukunftskongresses in der Musik- und Kongresshalle. Vor allem die Frage, wie man diese Generation für Unternehmen der Hansebelt-Region begeistern kann, beschäftigte deutsche und dänische Experten, Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und den Botschafter des Königreichs Dänemark, FriisArne Petersen.

Die Generation Y hebt sich von ihren Vorgängern deutlich ab: Sie hat andere Ansprüche, denen Unternehmen gerecht werden müssen, um Fachkräfte in die Region zu locken und zu halten. „Sie werden zunehmend auf Bewerber treffen, die nach ihrer ,Work-Life-Balance‘ fragen“, prophezeite Bernd Jorkisch, Vorstandsvorsitzender des Hansebelt, den 200 Unternehmern und Zuschauern. Fachkräfte kämen nicht, weil es freie Stellen gäbe. „Es geht darum, was die Unternehmen ihnen bieten.“

Welche Form von Unternehmensphilosophie die Generation Y in die Hansebelt-Region locken könnte, skizzierte Bestseller-Autor und Management-Berater Niels Pfläging: „Hierarchien beispielsweise beruhen auf einem Menschenbild, das in der modernen Welt nicht mehr existiert.“ Er forderte, Hierarchien in Unternehmen abzuschaffen. Stattdessen sollten sie in Netzwerke überführt werden. Das fördere eine Kultur, in der Kollegen ihre Erfolge gemeinsam feiern würden.

„Wir haben uns vorgenommen, für die mentale Verknüpfung da zu sein und für die wirtschaftlichen Erfolge der Hansebelt-Region zu sorgen“, erklärte Bernd Jorkisch gleich zu Beginn der Veranstaltung.

Die Region zwischen Hamburg und Kopenhagen sei günstig gelegen, allein für Schleswig-Holstein laute die Prognose aber: Fachkräftemangel. Man rechne damit, dass im Jahr 2030 etwa 25000 mittelqualifizierte Mitarbeiter fehlen würden, stellte Moderatorin Julia-Niharika Sen klar.

Gemeinsam wollen die Hansebelt-Unternehmer nach vorn schauen und einen Blick in die ferne Zukunft werfen. „Unser Alleinstellungsmerkmal ist eine moderne, skandinavisch-hanseatische Kultur“, sagte Minister Meyer. Der Blick nach Norden würde inspirieren. Von den Dänen könne man nicht nur Pragmatismus lernen. Die selbstbewusste Generation von Fach- und Führungskräften sei „die neue Hanse“ — besonders attraktiv für Arbeitnehmer. Der Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie Schleswig-Holsteins lobte den Ansatz der Hansebelt-Initiative, Entwicklungen schnell zu erkennen und aktiv an einer Problemlösung zu arbeiten. „Es geht gegen das typische Reaktionsmuster, das nicht nur in der Politik, sondern auch in Unternehmen zu finden ist: ignorieren.“ Oft würde zu langsam auf Trends und Impulse reagiert werden. Zeitgemäße Arbeitsbedingungen seien ein Kriterium, das für den Erfolg eines Unternehmens an Bedeutung gewinnen würde. „Damit hält und lockt man Fachkräfte.“

Auch Friederike Kühn, Präses der IHK zu Lübeck, betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit mit dem Norden sei. „Gemeinsam sind wir stark, und am Ende werden wir alle davon profitieren“, erklärte sie.

Die Hansebelt-Initiative hat ein Netzwerk für den Raum zwischen Hamburg und Kopenhagen gegründet. „Was wir in Zusammenarbeit mit der IHK geschafft haben, ist enorm“, sagte Meyer. „Aber auf dem Weg liegt viel, über das wir reden sollten.“

Tomma Petersen

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