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Lübeck Helfer für psychisch Kranke
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22:16 20.09.2013
Carsten Kock (v. l.) spricht mit Frank Nüsse, Dirk Wäcken und Peter Bruhn über die Geschichte der Brücke. Quelle: Foto: Pump

Sie stellen sich seit vielen Jahren in den Dienst psychisch erkrankter Menschen. Die Mitglieder und Mitarbeiter des Vereins Die Brücke haben gestern in der Handwerkskammer ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Geschäftsführer Dirk Wäcken und Schatzmeister Peter Bruhn nahmen die rund 150 Gäste mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte und Geschicke des Vereins und der vor 33 Jahren gegründeten GmbH — bunt, launig und charmant moderiert von RSH-Mann Carsten Kock.

„Alles begann im August 1973“, erzählt Dirk Wäcken. „Damals haben sich Bürgerinnen und Bürger aus Lübeck zusammengefunden, um etwas für Menschen zu tun, die durch ihre psychische Erkrankung am Rande der Gesellschaft lebten.“ Dieses ehrenamtliche Engagement prägt bis heute die Arbeit der Brücke. 1984 konnte der Speicher in der Engelsgrube, die erste Tagesklinik, nach aufwendiger Restaurierung eröffnet werden. 1987 wurde das Angebot „Ambulantes, Betreutes Wohnen“ (ABW) eigenständig und 1990 das erste Wohnhaus in der Marlesgrube eröffnet.

Heute ist Die Brücke mit mehr als 20 Einrichtungen, über 340 Mitarbeitern und jährlich rund 1800 Betreuten und Patienten eine tragende und nicht mehr wegzudenkende Institution für die Versorgung psychisch erkrankter Menschen in der Region. Zu den gemeinnützigen therapeutischen Einrichtungen zählen mehrere Tagesstätten und -kliniken, eine Ambulanz, eine Fahrradwerkstatt sowie Praxen für Reha-, Ergotherapie sowie Arbeitsdiagnostik. Kinder und Jugendliche finden dort ebenso Hilfe und Beratung wie ältere Menschen. Auch deren Angehörige werden mit ihren Problemen nicht alleingelassen.

Beschäftigung, Behandlung und Therapie zu verbinden, ist ein wichtiges Ziel der Mitarbeiter. Über das 2006 ins Leben gerufene Arbeits- und Dienstleistungsnetzwerk (ADiNet) sollen Betroffene in den Arbeitsmarkt zurückgeführt werden. „Ich habe gelernt, mein Leben zu strukturieren und einen Job in einer Digitaldruckerei gefunden“, erzählt Horst Krieger dem Publikum.

Diese Hilfe gab es für psychisch Erkrankte lange Zeit nicht. „Die Brücke ist mit ihren auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnittenen Angeboten ein Vorreiter unserer modernen Psychiatrie“, sagte Dr. Esther Muysers vom Gesundheitsamt. Anfang der 80er Jahre sei die Psychiatrie gruselig gewesen. „Ohne das Engagement unserer Laienhelfer wäre das alles nicht möglich“, betonte der erste

Vorsitzende. Bernd Kreuder-Sonnen. Die Feierlichkeiten enden heute mit einem Empfang im Speicher, dort, wo vor 40 Jahren alles begann. Unter den Gästen: Ministerpräsident Torsten Albig und Bürgermeister Bernd Saxe (beide SPD).

hp

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