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Lübeck Herzliche Grüße zum Valentinstag
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07:32 14.02.2018
Elke Freiberg (56) steht in ihrer Bonbonmanufaktur „bolchen“ in der Fleischhauerstraße und zeigt einen großen Lolli im Herzformat. Außerdem stellt sie, nicht nur für Verliebte, Bonbons mit Himbeergeschmack und winzigen Herzmotiven her. Quelle: Fotos: Cosima Künzel
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Lübeck

Die Herzen von Elke Freiberg (56) sind ein doppelt süßes Geschenk für Verliebte. Es sind handgemachte Bonbons, und das kleine rote Herzmotiv misst nur wenige Millimeter. „Bonbonmacher war in Deutschland bis 1970 ein Handwerksberuf“, erzählt Freiberg, während sie in ihrer Bonbonmanufaktur „bolchen“ eine ovale, fast fußballgroße Zuckermasse über den Tisch rollt. Der Nachfolgeberuf des Bonbonmachers nennt sich heute Fachkraft für Süßwarentechnik mit Fachrichtung Zuckerwaren. In der Regel arbeiten die Leute aber in der industriellen Produktion von Süßwaren.

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Der Valentinstag gilt als Tag der Liebenden. Doch wie soll man den 14. Februar feiern? Manche verzichten ganz. Andere können sich nicht entscheiden, welche Geschenke sie kaufen oder Aufmerksamkeiten sie beisteuern sollen. Lübecker Geschäftsleute haben Ideen parat.

Bei Freiberg sind die Bonbons handgemacht. Es gibt die Süßwaren in vielerlei Gestalt. Die Herstellung ist nicht einfach. „Die Masse ist unglaublich zäh und das Formen eine Herausforderung“, erklärt die „Zuckerbäckerin“ und verrät, wie die Herzbonbons entstehen: „Zuerst formt man ein rotes Dreieck und setzt zwei rote Halbkugeln darauf.“ Diese Herzform wird mit weißen Dreiecken rundherum „abgestützt“, zur Rolle gedreht und mit einem „Mantel“ versehen. „Zum Schluss muss ich daraus eine Stange ziehen und die Bonbons kleinhacken.“

Gelernt hat sie das Bonbonmachen während eines Praktikums in einer anderen Bonbonmanufaktur. Sie fertigt ihre Süßigkeiten nun seit einem Jahr in der Fleischhauerstraße. „Alles, was man lange genug geübt hat, ist nicht mehr schwierig.“ Wem Herzen als Geschenk nicht ausreichen, der kann einen noch persönlicheren Liebesbeweis wählen. Freiberg gestaltetet auch Bonbons mit den Initialen von Liebespaaren. Das geht allerdings nur auf Bestellung und wird gerne für Hochzeiten gewählt.

Auch Tanja Erbrecht (47) von der Lübecker Bonbonmanufaktur in der Königstraße hat für den Valentinstag allerlei Handgemachtes im Sortiment. Neben Herz-Lollis gibt es auch Schokoladen-Herzen mit Karamellsplittern, mit Erdbeere-Sahne-Geschmack oder mit Salzkaramell. Außerdem Diamant- und Bernstein-Herzen sowie Rosensalz. „Es ist unser erster Valentinstag seit der Eröffnung Ostern 2017“, sagt die Inhaberin, „und wir sind gespannt, was den Kunden am besten gefällt.“

Rund um den Valentinstag ranken sich verschiedene Legenden. Eine davon erzählt von einem Bischof namens Valentin, der im dritten Jahrhundert in Rom gelebt haben soll. Trotz eines Verbotes hat der Bischof Paare nach christlichem Ritus getraut und Blumen geschenkt. An einem 14. Februar soll der Märtyrer enthauptet worden sein. Als Tag der Liebenden ist der Valentinstag aber erst im 14.

Jahrhundert nachgewiesen, und wird in vielen Regionen der Welt als kulturelle, religiöse oder kommerzielle Feier der romantischen Liebe wahrgenommen. Ein offizieller Feiertag ist der 14. Februar aber in keinem Land.

Regina Manthey vom Laden „Blume und Hut“ weiß, dass an diesem Tag gerne Blumen geschenkt werden. „Die rote Rose ist ein beliebter Klassiker“, sagt die 51-Jährige in dem Geschäft in der Fleischhauerstraße. Denn rote Rosen symbolisieren seit dem Altertum die Liebe, Jugend und Freude. Gleichzeitig stehe den Menschen aber auch der Sinn nach bunten, farbenprächtigen und frischen Sträußen. „Nicht nur die Liebenden sehnen den Frühling herbei“, sagt sie lachend und zeigt auf ein Gesteck, das beide Aspekte vereine. Der kleine Topf hat eine rosa Rose in der Mitte, bunte Blumen drumherum und eine Herzdekoration obendrauf.

In dem Laden finden sich noch weitere Inspirationen für den Valentinstag. Ein paar Schritte an den Blumen vorbei gibt es einen Cafébereich, in dem man Kaffee und Torte mit Herzmotiv genießen kann.

„Die haben wir extra bei unserer Bäckerin bestellt“, sagt Manthey. Und nicht zuletzt sitzt in dem Geschäft Hutdesignerin Katja Lux an ihrer neuesten Kreation. Sie hat einem schwarzen Strohhut in ein elegantes Modell mit Federn, Mohnblume und einem roten Plüschherz verwandelt.

 Von Cosima Künzel

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