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Lübeck „Hilfe im Advent“ macht Träume wahr
Lokales Lübeck „Hilfe im Advent“ macht Träume wahr
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11:45 24.12.2017
Kitaleiterin Britta Raddatz (v. l.), Timur, (4), Lana (5), Luis (4), Stella (3), Amani (5) und Geschäftsführer Nicola Leuschner bedanken sich herzlich bei den LN-Lesern, stellvertretend für alle Kinder und Familien, denen mit der „Hilfe im Advent“- Spende geholfen werden kann. Quelle: Fotos: Cosima Künzel
Lübeck

„Wir sind begeistert von der Hilfsbereitschaft der LN-Leser, die sich für Kinder und deren Familien in schwierigen Lebenslagen einsetzen“, sagt Nicola Leuschner vom Kinderschutzbund Lübeck. Laut Geschäftsführer können die Spenden nun unter anderem für ein Forschermobil verwendet werden. „Die Anschaffung eines solchen Lernmobils ist für uns schon lange ein absoluter Traum“, sagt Leuschner.

Ein Hoch auf die LN-Leser. Vier Wochen lang haben die LN in Zusammenarbeit mit der Sparkasse zu Lübeck um Spenden für den Lübecker Kinderschutzbund gebeten, und 60218 Euro sind zusammengekommen. Dank „Hilfe im Advent“ kann der Verein nun viel Hilfe leisten und Träume erfüllen.

Vom Prinzip funktioniert ein solcher Transporter wie die bekannten Spielmobile, bietet aber mehr Möglichkeiten zum Lernen und Experimentieren.

Wie das funktionieren kann, erklärt Britta Raddatz. Die 43-Jährige ist Leiterin der Kita „Spielen und Lernen“, die der Kinderschutzbund 1977 gegründet hat und die seit 2016 unter dem Motto „Kleine Forscher“ läuft. Dafür haben sich die Mitarbeiter bei der gemeinnützigen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ fortgebildet, die sich für frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik starkmacht.

„Wir wollen den Entdeckergeist von Mädchen und Jungen fördern, sie qualifiziert beim Forschen begleiten und damit auf vielfältigen Ebenen fördern“, sagt Raddatz und geht in einen der Gruppenräume.

Dort kann man sehen, dass das schon den Kleinsten große Freude bereitet. Erzieherin Beate Ober (54) braucht dafür nicht viel. Sie hat eine Schale mit Wasser bereitgestellt und bietet Nico (2) Tannenzapfen, Holzstücke, Schaumstoffbälle und allerlei mehr an. „Alles was schwimmt oder sinkt“ heißt das kleine Experiment, mit dem sich der Junge unermüdlich beschäftigen kann.

Für die Größeren gibt es einen Experimentier-Tisch, der auf den ersten Blick wie eine Mischung aus Schrank und Garderobe aussieht. Doch klappt man das Gebilde auf, entstehen Lichttische zum Mikroskopieren und Themenkisten voller Experimentiermöglichkeiten. Dabei geht es um Sprudelgase, Luft, Strom, Magnetismus und mehr. Für die 28 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren gibt es einmal in der Woche einen festen Forschertag und zusätzlich das Angebot, die Experimente unter Anleitung der Erzieherinnen ins tägliche freie Spiel zu integrieren.

Für das Forschermobil, das die LN-Leser möglich machen, würde der Kinderschutzbund nun gern einen Transporter ausbauen und ihn mit Spielen und Forscher-Equipment ausstatten. „So einen Wagen könnten wir dann bei Bedarf an Kitas, Schulen und andere Einrichtungen ausleihen und damit ein tolles Angebot für alle Lübecker Kinder schaffen“, erklärt Leuschner und denkt dabei auch an Projektwochen, Sommerfeste oder Ferienangebote.

Was noch fehlt, ist ein HelferTeam, das das Mobil betreut und Wissen vermittelt. Ein fachkundiger Ehrenamtler ist schon gefunden. Ingenieur Klaus Knaack (83) ist nicht nur erster Vorsitzender des Lübecker Förderkreises Deutscher Kinderschutzbund, er betreut auch bereits den „VDIni- Club“ des Vereins Deutscher Ingenieure. Um das naturwissenschaftliche und technische Verständnis schon im frühen Kindesalter zu fördern, lädt Knaack Vier- bis Zwölfjährige einmal im Monat zum Experimentieren in die Bewegungskita des Deutschen Kinderschutzbundes ein. „Das macht den Kindern viel Freude; und wenn der Kinderschutzbund ein Forschermobil bekommt, wäre das wunderbar.“

Laut Leuschner lassen sich dank „Hilfe im Advent“ noch einige weitere Ideen realisieren. „Wir möchten gern unser Patenprojekt für Familien in Not ausbauen, freuen uns sehr, dass das Cool-Tour-Projekt für 2018 durchfinanziert ist und können unseren Kindern sogar noch die gewünschten Schwimmkurse in den Ferien spendieren. Vielen Dank!“

Und für alle Leser, die noch spenden wollen, ist das „ Hilfe im Advent“-Konto übrigens bis Ende Januar geöffnet.

Von Cosima Künzel

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