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Lübeck Hilfe ohne erhobenen Zeigefinger und Vorurteile
Lokales Lübeck Hilfe ohne erhobenen Zeigefinger und Vorurteile
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21:19 19.05.2016
Vertraulicher Austausch: Dorothee Johannsen und Isabel Nitz leiten die Gruppe für Angehörige von Süchtigen. Quelle: er

„Ohne die Gruppe hätte ich das alles nicht geschafft“, gesteht Matilda S. (Name geändert). Seit sechseinhalb Jahren findet sie als Ehefrau eines inzwischen abstinenten Alkoholkranken Unterstützung in einem wöchentlichen Treffen für Abhängige und deren Familienmitglieder.

Jetzt startet die Suchthilfe der Vorwerker Diakonie eine neue Gruppe nur für Angehörige von Suchtkranken. Gerade die engen Freunde oder Verwandte von Süchtigen fühlten sich oft hilflos, sagt Dorothee Johannsen von der Suchthilfe der Vorwerker Diakonie: „Wir möchten ihnen daher einen Ort zum vertraulichen Austausch bieten, an dem sie Aufklärung finden, Informationen erhalten und Strategien im Umgang mit ihren Angehörigen entwickeln können, und zwar ohne erhobenen Zeigefinger.“

Dieser Ansatz half auch S. Heute weiß sie, wie wichtig der Eintritt in die Gruppe für sie selbst und die Beziehung zu ihrem Mann war. Den beschwerlichen Weg würde sie jederzeit wieder gehen. „Es war eine harte Zeit. Aber das, was wir jetzt haben, ist viel besser als jemals zuvor. Wir leben endlich auf Augenhöhe, ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist.“ Geholfen habe ihr dabei die Gruppe, die ihr inzwischen sehr ans Herz gewachsen ist. Daher rate sie jedem Angehörigen von Abhängigen: „Jeder sollte sich so eine Gruppe suchen, denn es ist wichtig, mit Leuten zu reden, die genau wissen, wie es sich anfühlt, wenn man nicht mehr weiter weiß.“

Die Treffen finden ab dem 1. Juni im zweiwöchigen Rhythmus jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat von 16 Uhr bis 17.30 Uhr in der Suchtberatungsstelle in der Dr.-Julius-Leber-Straße statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht nötig.

er

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