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Lübeck „Horizonta“ in Lübeck: Reportagen für die Goldkopflöwenäffchen
Lokales Lübeck „Horizonta“ in Lübeck: Reportagen für die Goldkopflöwenäffchen
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16:35 11.02.2019
Theresa Krüger und Achim Gresser von „Amap“ laden zur „Horizonta“ in die MuK. Quelle: Felix König
Innenstadt

Südengland, Kanaren, Faszination Weltumseglung und die Lichter des Nordens: Am Sonntag hat der deutsch-brasilianische Verein AMAP (Almada Mata Atlântica Project) in der Lübecker MuK sein erstes Horizonta-Festival präsentiert. Live-Reportagen von reisenden Fotografen zeigten beeindruckende Erlebnisse.

Mit der mehrstündigen Show will AMAP durch Aufforstung und Landerwerb an der Kakaoküste Brasiliens neuen Lebensraum für die Goldkopflöwenäffchen sichern. Die musikalisch untermalte Auftaktreise machte Martin Engelmann. Der Reisefotograf zeigte Aufnahmen und Kurzfilme aus Südengland, darunter liebevoll gepflegte Gärten oder sagenumwobene Gegenden. Engelmann brillierte unter anderem auch mit atemberaubenden Luftaufnahmen an den Steilküsten der Jurassic Coast, oder schilderte seine Ersterfahrung mit dem eigenen Auto im englischen Linksverkehr in illustrer Weise. Engelmanns Reise führte durch die Grafschaften Dorset, Devon, Wiltshire, Somerset und Cornwall – bildgewaltige Streifzüge. „Die Monate Juni oder Oktober bieten tolle Farbbilder“, so der Experte, der als einer der erfolgreichsten Reisefotografen und Vortragsreferenten im deutschsprachigen Raum gilt.

Über mehrere Jahre hinweg hat Stefan Erdmann die Kanarischen Inseln bereist, um die Vielseitigkeit und Faszination der Landschaften, aber auch das Lebensgefühl, Brauchtümer und Tradition der Kanarios im Bild, musikalisch und durch Worte zu dokumentieren. Und von ihrer siebenjährigen Weltumseglung berichteten Wolfgang Slanec und Doris Renoldner. Die Abenteurer legten 65 000 Seemeilen zurück, berichteten unter anderem von zeitlosen Tagen auf unbewohnten Atollen – ein Hauch von Romantik und Fernweh an der kühlen Trave. Den Schlusstakt des Festivals setzte der Schweizer Berufsfotograf Stefan Forster mit Bildern aus Island, Grönland und Norwegen, laut Forster dem „Reich der Lichter.“ Der Fotograf zeigte mystische Landschaften, einsame Fischkutter oder glitzernde Eiswelten. Erzählte Spannendes von seinen Reisen mit dem Kajak auf Tuchfühlung mit einem Eisberg, der sich plötzlich bedrohlich drehte. „Ein faszinierender Vortrag“, befand Festivalbesucherin Candy Fahrenholz.

Suche nach engagierten Menschen

„Mit den Festivals wollen wir eine Plattform schaffen, um Menschen zu finden, die sich engagieren möchten“, sagt Achim Gresser, Vorsitzender des Vereins. „Außerdem wollen wir Gelder sammeln, um das Projekt in Brasilien zu finanzieren“, so Gresser. Auch im kommenden Jahr soll das Festival nach Lübeck kommen. Dann will Arved Fuchs über das Segeln im Reich der Stürme erzählen.

Gemeinnütziger Verein

Der gemeinnützige Verein, der vor einem Jahr eine Farm in Brasilien übernommen hat, zeigt sich von der Festivalpremiere in Norddeutschland zufrieden: „Wir sind wahnsinnig froh, dass die Shows so gut angenommen wurden“, sagt Koordinatorin Anne Irena Weitzle. Und so gehen die ehrenamtlichen Akteure von AMAP in Brasilien vor: „Wir kaufen Land, um es danach als Schutzgebiete ausweisen zu lassen“, erklärt Weitzle. Derzeit seien nur noch sieben Prozent des ursprünglichen Regenwaldes vorhanden – die Folgen von Städtebau und Viehzucht nach dem Roden der Wälder. „Wir schützen den atlantischen Küstenregenwald, um bedrohte Tier- und Pflanzenwelten zu erhalten“, sagt Weitzle. Das Symboltier ist das Goldkopflöwenäffchen.

Rüdiger Jacob

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