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Lübeck Hortretterinnen: 63 Plätze werden abgebaut
Lokales Lübeck Hortretterinnen: 63 Plätze werden abgebaut
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20:10 06.06.2018
Lübeck

„Entgegen dem im März 2018 verabschiedeten Beschluss der Bürgerschaft planen die beiden größten Träger – das Kitawerk der Gemeindediakonie und Kinderwege sowie der CVJM den Abbau von 63

Hortplätzen“, rechnet Juleka Schulte-Ostermann von den Hortretterinnen vor. Die Bürgerschaft habe dagegen beschlossen, „dass die noch bestehenden Horte parallel zum Ausbau der Betreuten Grundschule so lange erhalten bleiben, bis Hortstandards an den Betreuten Grundschulen geschaffen wurden“. Die Elterninitiative sei zunächst von 33 Plätzen ausgegangen, die abgebaut werden sollten, berichtet Anna Sondermann, Mitglied der Initiative: „Zusätzlich zu den bekannten 33 Hortplätzen werden 15 der insgesamt 29 Hortplätze vom Kitawerk im Marienhort abgebaut. Darüberhinaus wird der CVJM seinen Hort in der Kita Wilde 13 mit 15 Plätzen schließen.“

Der Bürgerschaftsbeschluss ermögliche den freien Trägern den Erhalt ihrer Hortplätze. Die zusätzlichen Kosten würden von der Stadt getragen. Die Hortretterinnen verstehen nicht, warum die freien Träger diesen Weg nicht gehen und warum die Stadt sie nicht davon überzeugen konnte. Damit Eltern die Betreuung für das neue Schuljahr planen können, fordern die Hortretterinnen: „Die Verwaltung muss schnellstmöglich dafür Sorge tragen, dass die von den freien Trägern abgebauten Hortplätze zum kommenden Schuljahr nun durch neue Träger angeboten werden. Eine Option wäre, dass die Stadt selbst Träger dieser Hortplätze würde und die Plätze schnellstmöglich bundesweit ausschriebe.“

Der größte Schulkindbetreuer Kinderwege hat in den vergangenen Monaten keinen Hehl daraus gemacht, dass er seine Horte schließen werde. Für Kinder und Eltern werde sich die Situation durch die Ganztagsbetreuung in Schulen deutlich verbessern, sagt Kinderwege-Geschäftsführer Joachim Karschny. „An der Domschule wird eine ,Ganztag-Plus‘-Gruppe mit zwei Erziehern auf 15 Kinder eingerichtet.

Diese ersetzt die bisherige Hortgruppe, die einen etwas schlechteren Personalschlüssel hatte.“ Alle anderen Gruppen würden verkleinert, die Elternbeiträge würden auf 120 Euro (vergünstigt 70 Euro) im Monat zuzüglich Verpflegung vereinheitlicht, und ab Sommer gelte eine Beitragsermäßigung wie in den Kitas. Karschny: „Auch Geschwisterkinder in Offener Ganztagsschule oder Kita werden auf den Beitrag als Ermäßigung angerechnet.“

Nach Angaben der städtischen Jugendhilfeplanung gehen nur 163 Grundschüler in einen Hort. Im Vorjahr waren es noch 214. Die Grundschulen betreuen dagegen im offenen Ganztag mittlerweile 4021 Kinder.

Die Horte in der Kita Schatzinsel in Kücknitz und bei den Kleinen Strolchen in St. Lorenz Nord seien nicht voll ausgelastet. Der Träger CVJM startet nach Angaben der Stadt zum Sommer sein Ganztagsangebot an der benachbarten Paul-Klee-Grundschule. Für das Jahr 2018/19 seien keine Hortschließungen vorgesehen.

Von Kai Dordowsky

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