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Lübeck Hotel-Boom in Lübeck: Acht Neubauten geplant
Lokales Lübeck Hotel-Boom in Lübeck: Acht Neubauten geplant
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21:15 08.10.2016
In bester Lage: Zwischen Markt und Marienkirche entsteht das Motel One mit 125 Zimmern und 250 Betten. Quelle: Fotos: Olaf Malzahn, Hfr

Damit hat die Hansestadt ihr selbstgestecktes Ziel bereits übererfüllt: Bis 2020 sollten 12400 Gästebetten in Lübeck und Travemünde entstehen. Das ist Teil der Tourismus-Offensive der Hansestadt von 2012.

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Bürgermeister: Branche sieht noch Potenzial – Ziel von 12 400 Betten wird übererfüllt.

Damals gab es 8000 Betten. Jetzt sind es schon 9400. Allein durch die acht geplanten Hotelprojekte kommen 3600 Betten hinzu.

„Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange“, ist sich Saxe sicher. Denn es kommen auch immer mehr Touristen nach Lübeck und Travemünde. 2015 verzeichnete die Hansestadt 1,7 Millionen Übernachtungen und damit das 14. Rekordergebnis in Folge. Auch in diesem Jahr zeigt der Trend steil nach oben. Von Januar bis Juli verbucht die Hansestadt ein Plus von 5,3 Prozent – das sind 900000 Übernachtungen. Travemünde legte um 8,6 Prozent zu (342000 Übernachtungen), im Stadtgebiet gibt es ein Plus von 3,4 Prozent (565000 Übernachtungen). Im August wird die Millionengrenze geknackt worden sein; Zahlen liegen noch nicht vor.

Mit dem Touristen-Ansturm wird auch der Hotel-Boom weiter anhalten. „Der Markt ist noch für weitere Hotels attraktiv“, erklärt Saxe. Das hätten Treffen auf der weltweiten Immobilienmesse Expo Real in München ergeben. Dort habe er mit einem halben Dutzend Branchenvertretern darüber gesprochen. „Das Gästepotenzial ist vorhanden“, ist sich Tourismus- Chef Christian Martin Lukas sicher. „Die steigenden Übernachtungszahlen sprechen für sich.“

Diese acht Hotels sind geplant: Die absolute Top-Lage hat sich Motel One gesichert. Das Hotel wird direkt am Markt errichtet. Die Arbeiten haben begonnen. Das Hotel hat 125 Zimmer und 250 Betten. Im Frühjahr 2018 soll es fertig sein. Kosten: acht Millionen Euro. Die meisten Übernachtungsplätze entstehen zurzeit allerdings in Travemünde. Allein in der Ferienanlage Waterfront werden 1500 Betten in 454 Ferienwohnungen feilgeboten – wenn das Projekt Ende 2018 fertig ist. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 128 Millionen Euro. Auf der anderen Seite der Trave entstehen noch einmal 880 Betten. Das Aja-Hotel wird auf dem ehemaligen Aqua-Top-Gelände errichtet. Das Hotel soll 240 Zimmer haben. Zudem werden gut 100 Ferienapartments errichtet. Die Kosten belaufen sich auf 60 Millionen Euro. Kleiner wird das neues Sporthotel an der Parkallee 1 ausfallen. Dort sollen immerhin mindestens 160 Betten untergebracht werden.

Zudem haben die Investoren das Areal rund um den Hauptbahnhof für sich entdeckt. Dort sind aktuell drei Unterkünfte in Planung. Ein Hotel soll direkt an der Haltestelle für die Fernbusse hinter dem Handelshof gebaut werden. Dort sollen 110 Zimmer mit 220 Betten entstehen. Im Idealfall könnte alles 2019 fertig sein. Einen zweistelligen Millionenbetrag will die CA Immo Deutschland GmbH investieren. Beim maroden Hotel Victoria direkt gegenüber vom Bahnhof haben die Arbeiten im Gebäude bereits begonnen. Dort soll ein Novum Style Hotel mit 90 Zimmern und 180 Betten einziehen. Neu geplant ist außerdem ein Hotel mit 110 Zimmern und 220 Betten zwischen Zob und den Linden Arcaden. Und – ebenfalls neu: In der Geniner Straße auf dem Areal des ehemaligen Praktiker-Marktes soll eine weitere Schlafstätte für Touristen gebaut werden – ebenfalls mit 110 Zimmern und 220 Betten.

Investoren auf der Suche

Die Expo Real ist die größte Fachmesse für Immobilien in Europa. Sie findet immer im Herbst in München statt. Lübeck war Anfang der 2000er-Jahre die erste Kommune, die sich zwischen den Investoren tummelte. Heute hat Schleswig-Holstein einen Stand, wie auch Kiel, Flensburg und andere Städte. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD): „Ich habe jedes Jahr von dort einen Investor mitgebracht. Im allerersten Jahr das Atlantic-Hotel in der Schmiedestraße.“

 Josephine von Zastrow

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