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Lübeck Hotel-Coup am Holstentor: Radisson übernimmt Mövenpick
Lokales Lübeck Hotel-Coup am Holstentor: Radisson übernimmt Mövenpick
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14:58 08.01.2013
Chef zweier Häuser: Rik Brust (50) wird 2012 neben dem Radisson-Hotel auch das Mövenpick leiten – allerdings mit neuem Namen. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Überraschende Hotel-Liaison in der Hansestadt: Das Radisson Blu Senator Hotel auf der Wallhalbinsel vor der Altstadt kauft das benachbarte Mövenpick. An 1. Januar 2012 gehört es zur Senator Hotel GmbH & Co. KG, einer 100-prozentigen Tochter der Reederei Oldendorff. Es handelt sich um eine mehrere Millionen schwere Investition.

Zieht das Travemünder Casino ins Mövenpick um?

Der neue Eigentümer wird durch den Kauf größter Hotel-Betreiber in Lübeck mit insgesamt 800 Betten. „Wir glauben an den Standort Lübeck“, begründet Radisson-Chef Rik Brust den Kauf der Immobilie nahe des Holstentors.

Das Mövenpick soll weiterhin als Hotel betrieben werden im Drei- bis Vier-Sterne-Segment. Aber es wird künftig anders heißen: Dem Vernehmen nach soll es der Gruppe „Park Inn“ angeschlossen werden. Die 50 bis 70 Mitarbeiter will der neue Eigentümer übernehmen. „Die Mitarbeiter haben sehr gute Arbeit geleistet“, sagt Brust, der die Geschicke des benachbarten Hotels seit 15 Jahren verfolgt.

„Wir freuen uns sehr darauf, dass sie bald zu uns gehören.“ Brust will aber auch neue Jobs schaffen. Er geht davon aus, dass das neue Hotel insgesamt 80 bis 90 festangestellte Arbeitsplätze bietet. Nach einer kurzen Pause soll der neue Hotel-Betrieb bereits Mitte Januar eröffnen. Brust geht von einer Anfangsinvestition von einer Million Euro aus. „Aber große Umbauten sind vorerst nicht geplant.“

Er will das die neue Nobelherberge mit 224 Zimmern als Kongresshotel etablieren und sieht es als Ergänzung des Fünf-Sterne-Hauses Radisson mit 197 Zimmern. „Wir können unseren Kunden dann eine Auswahl in unterschiedlichen Preissegementen anbieten“, sagt Brust. Außerdem könnte er sich das Casino Travemünde in den Räumen des neuen Hotels vorstellen: „Wir haben Interesse daran.“ Allerdings stehen die Verhandlungen mit der staatlichen Gesellschaft, den Spielbanken Schleswig-Holstein, erst am Anfang.

Der Hotel-Coup war möglich geworden, weil das Mövenpick Ende Dezember dicht macht. Bereits vor zwei Jahren hatte der schweizer Eigentümer das Aus eines der bekanntesten und ältesten Nobelunterkünfte in der Hansestadt bekannt gegeben. Das Haus schreibt Verluste und der Pachtvertrag läuft aus. Lange war unklar, was mit dem 7000 Quadratmeter großen Grundstück passiert, die der Dortmunder Harpen Immobilien gehört.

Nach zähen Verhandlungen hat die Senator Hotel GmbH es gekauft. Nach LN-Information nach für einen Millionen-Betrag.

Josephine von Zastrow

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