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Lübeck Hovestädt kämpft weiter
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21:21 13.11.2017
„Es tut weh und macht traurig“, sagt Wolfgang Hovestädt zu den Entwicklungen der Kulturbühne Travemünde. Quelle: Foto: Maxwitat

Noch gut ein Monat bleibt der Kulturbühne Travemünde, bis die Bühnenscheinwerfer endgültig erlöschen. Am 17. Dezember findet die letzte Veranstaltung im Hafenbahnhof statt – vorerst: Inhaber Wolfgang Hovestädt gibt sich kämpferisch: „Ich gebe die Hoffnung nicht auf!“ In einem öffentlichen Appell wendet er sich erneut an die Politik. Ein Grundstück zur Errichtung einer neuen Spielstätte müsse her.

„Es wäre mein Anliegen gewesen, dass Herr Hovestädt mit seiner Kulturbühne im Kulturbahnhof verbleibt“, sagt Kultursenatorin Kathrin Weiher (parteilos). In Travemünde gebe es 35 Künstler, für die der Kulturbahnhof ein passender Ausstellungsort wäre – die Kulturbühne als Kristallisationspunkt, sagt Weiher und bedauert, dass es zur Kündigung gekommen sei. Hovestädt ist enttäuscht von der Politik:

„Niemand fühlte sich verantwortlich.“

2018 bleibt die Kulturbühne definitiv geschlossen, das Inventar wird eingelagert. Denn die Vorschläge, das Theater in Turnhallen, Hotels oder Schiffsterminals zu verlegen, kamen für Hovestädt nicht in Frage: „Die Ideen stammen von Menschen, die keine Ahnung von Theater haben oder nie bei uns im Haus waren.“ Für 2019 hofft der Inhaber, eine neue Spielstätte zu finden. Am liebsten wäre ihm der ungenutzte Teil des Parkplatzes Leuchtenfeld. Die Fläche soll demnächst im Rahmen des Traveparks neugestaltet werden. Ulrich Pluschkell (SPD), Mitglied des Bauausschusses, könnte sich vorstellen, auf einem Teil der Fläche ein Spiegelzelt zu errichten: „Das ist kein schlechter Standort. Das Zelt macht schon was her – und es wäre milieubildend.“ Jetzt muss der Ausschuss prüfen, ob diese Alternative in Frage käme.

sha

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