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Lübeck Hunderte Kommentare zum Aus des Pressezentrums
Lokales Lübeck Hunderte Kommentare zum Aus des Pressezentrums
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22:03 07.08.2018
Das Pressezentrum schließt und öffnet vielleicht an kleinerem Standort.
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Innenstadt

Weinende Smileys, Worte des Bedauerns, traurige Kommentare oder auch Wutäußerungen geben im Sozialen Netzwerk bei dem Thema den Ton an. Für Userin Franzi Rech ist das Pressezentrum „eine Kindheitserinnerung“. Hans-Jürgen Bley schreibt von einer „schönen Zeit damals“, und Christina Tina Wardin bedauert, dass „ein weiteres Stück Lübeck zu Ende geht“. Stefan Tödt-Lorenzen kennt den Laden wie viele noch vom ersten Tag an. „Ich habe dort einen Großteil meines Taschengeldes für Platten verbraten“, schreibt er.

Als Gründe für die Schließung sehen viele User ein Ausbluten der Altstadt. Pascal Liermann schreibt: „Es wird ja auch nichts dafür getan, die Innenstadt lohnenswert zu gestalten. Kaum Parkmöglichkeiten, Mieten zu hoch etc..“ Ähnlich äußert sich Denise Edlef: „Die hohen Parkgebühren animieren mich auch nicht, einfach mal Bummeln zu fahren wie früher.“ Auch der Bus sei teuer, so Edelf. Gegenstimmen wie von „An NA“ gibt es ebenso: „Das mit den Parkplätzen kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Gibt es nicht drei Parkhäuser? Dazu noch diverse Parkflächen (MuK und Kanalstraße).“

Gleichzeitig wird der Online-Handel als Grund für das Geschäftesterben angesehen. Sascha von Zuberstein findet es „Quatsch“, die Parksituation verantwortlich zu machen. „Wir haben eine höhere Pkw-Dichte als früher. Dass die Altstadt da schlecht mitwachsen kann, ist klar.“ Seiner Meinung nach trägt „die Bequemlichkeit der Menschen zum Dahinsiechen des Einzelhandels“ bei. „Wer Amazon und Co umarmt, braucht sich über ausgestorbene Innenstädte nicht zu wundern“, so von Zuberstein.

So sieht es auch Ilona Vahlendieck: „Nicht hohe Parkgebühren sind das Problem, sondern die Bequemlichkeit der Menschen. An Arbeitsplätze, Flair und Erhalt einer wunderschönen Altstadt und Innenstadt denkt der ellbogengesteuerte, bewegungsscheue Bürger von heute nur noch selten.“ Für Stefan Kullick ist die Schließung „im Zeitalter von Spotify, Apple Music, Netflix kein großes Wunder. Nostalgie hin oder her, die Erde dreht sich und die Zeiten ändern sich“.

Hier können Sie alle Kommentare der LN-Leser auf Facebook sehen:

In der Breiten Straße endet eine Ära des Lübecker Einzelhandels.

Gepostet von Lübecker Nachrichten Online am Montag, 6. August 2018

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