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Lübeck „Was die Welt zusammenhält“: Lübecker Kreuzweg startet um 10 Uhr
Lokales Lübeck „Was die Welt zusammenhält“: Lübecker Kreuzweg startet um 10 Uhr
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16:04 15.04.2019
Hunderte Christen, Katholiken wie Protestanten, werden auch dieses Jahr am Karfreitag wieder durchs Lübecker Burgtor zum Jerusalemsberg ziehen. Quelle: Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg
Innenstadt

Wenn sich am Karfreitag, 19. April, um 10 Uhr Hunderte Christen beider Konfessionen in St. Jakobi versammeln, dann tun sie das nicht, um einem Gottesdienst zu folgen. Vielmehr gehen sie gemeinsam den Weg Jesu zum Kreuz in Golgatha. Der Lübecker Kreuzweg von St. Jakobi zum Jerusalemsberg ist der älteste Deutschlands.

Wann müssen Christen die Stimme erheben?

In diesem Jahr steht der ökumenische Gang zu fünf Stationen unter dem Motto „Was die Welt zusammenhält“. Das heiße, so Jakobi-Pastor Lutz Jedeck, konkret: „Die Ausdifferenzierung unserer Gesellschaft nimmt zurzeit Formen an, die gemeinsam getragene Entscheidungen immer schwieriger machen, wie man am Brexit in Großbritannien deutlich sieht. Das Gemeinschaftswohl als Wert verliert an Kraft. Was tragen wir als Christen zu diesem Prozess bei und wo sollen wir unsere Stimme erheben? Das wird uns am Karfreitag beschäftigen.“

Vom Kirchenrelief zum Burgkloster

Die erste Station ist das Relief an der Außenfassade der Kirche, „Jesus vor Pilatus“. Hier spricht Erzbischof Dr. Stefan Heße. An der zweiten Station am Burgkloster „Im Vertrauen auf Gott geht Jesus dem Tod entgegen“ halten Bürgermeister Jan Lindenau und Prof. Gabriele Gillessen-Kaesbach, Präsidentin der Uni Lübeck, kurze Reden.

Konsensfähig bleiben

Pröpstin Petra Kallies und Propst Christoph Giering setzen an der dritten Station am Burgfeld „Jesus bricht unter der Last des Kreuzes zusammen“ geistliche Impulse. An der vierten Station „Jesus wird verspottet und gekreuzigt“ (Jugendherberge) sprechen Björn Engholm und Lutz Jedeck. „,Concordia domi foris pax’ (drinnen Eintracht – draußen Friede), die berühmte Inschrift des Holstentors ist immer noch ein guter Ratgeber in heutiger Zeit“, sagt der ehemalige Ministerpräsident Björn Engholm. Der diesjährige Kreuzweg rufe dazu auf, konsensfähig zu bleiben, die Gesamtheit der Bevölkerung zu sehen und die sozial Schwächeren nicht aus dem Blick zu verlieren – „trotz fortschreitender Individuation und Wohlstand.“

Am Relief auf dem Jerusalemsberg „Jesus stirbt am Kreuz“ beendet Bischöfin Kirsten Fehrs die Karfreitags-Prozession, die eine gemeinsame Aktion der St.-Jakobi-Kirchengemeinde und der Katholischen Pfarrei zu den Lübecker Märtyrern ist.

Sabine Risch

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