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Lübeck Ikea-Bau macht große Fortschritte
Lokales Lübeck Ikea-Bau macht große Fortschritte
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11:46 12.09.2013
Alex Panishchev und Manfred Strunk stellen die Regenabläufe her. Hinten ist das Möbelhaus, rechts der Haupteingang zu sehen. Quelle: Fotos: Maxwitat
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Kücknitz

Es ist nass, der Boden schwer und klebrig. Zumindest da, wo nicht asphaltiert oder bereits Parkplätze gebaut wurden. Karsten Fiebig (53) und seine zwei Kollegen von der Rostocker Firma Groth stehen auf einer Parkplatzfläche und stellen mit dem Stampffußverdichter, auch „Frosch“ genannt, die Regenabläufe her. „Irgendwie komisch, man ist jeden Tag zehn Stunden hier und bekommt gar nicht mit, was die anderen auf der Baustelle machen“, sagt der Maschinist.

Kein Wunder, denn laut Projektleiter Bau Stephan Herzog (51), der ebenso wie sein Kollege Gerald Böll (55) den Gesamtüberblick hat, sind derzeit 400 Arbeiter von rund 50 Firmen auf dem Grundstück von Ikea und dem benachbarten Shopping-Center tätig. Montags bis sonnabends von 7 bis maximal 20 Uhr. Ein Einsatz, der sich lohnt und fast stündlich Erfolge zeigt: Eben noch war nur ein Teil der Ikea-Fassade blau verkleidet, während ein Großteil noch das Gelb des Dämmmaterials sehen ließ. Eine gute halbe Stunde später hebt sich schon deutlich mehr Schweden-Blau vom grauen Himmel ab.

Rechts daneben — momentan Weiß-Grau — das Ikea-Restaurant, das angrenzt an die Rotunde, die den Haupteingang für das Möbelhaus und das Shopping-Center bildet. Schon deutlich im Boden zu erkennen ist die Eingangs-Drehtrommel. Erste Ausbau-Arbeiten finden bereits im Innern statt, obwohl es durch die noch offenen Oberlichter hereinregnet. An den Decken installieren Arbeiter die Leitungen für die Sprinkleranlage, vom Dach aus werden die Einfassungen der Oberlichter angepasst, während an einer anderen Stelle jemand Beton-Kosmetik betreibt. „Hier links kommt das Restaurant hin“, zeigt Böll nach oben. Von dessen verglaster Brüstung aus kann man in die Mall gucken. Rechts neben dem Haupteingang entsteht ein Laden für die Villeroy & Boch Tischkultur, ein Stückchen weiter in Richtung Trave und künftigem Bahnhof der Bad- und Wellness-Shop von Villeroy & Boch. Sei man im Juni noch mit dem ersten Bauabschnitt des Shopping-Centers beschäftigt gewesen, so sei man inzwischen beim dritten Abschnitt angelangt, erzählt Böll.

So wird Ikea bebaut. Grafik: Sahmkow.

Auch wenn der Rohbau und zumindest die Stahl-Konstruktion für den zweiten Eingangsbereich bereits stehen: Das Shopping-Center wird als letztes eröffnet, wie der Projektleiter weiß, „denn durch die vielen einzelnen Geschäfte und den Ladenbau muss hier deutlich mehr Zeit in den Innenausbau investiert werden“. Übrigens beteiligten sich insgesamt 5035 Menschen aus der Region Lübeck am Wettbewerb der Namensfindung für das Center. Gekürt wird der Gewinner allerdings erst im Oktober.

Im kommenden Frühjahr soll zunächst das Möbelhaus eröffnet werden, wenig später der Hornbach-Baumarkt. Obwohl das kaum zu glauben ist, steht doch bislang nur der an ein Monument oder ein postmodernes riesiges Tor erinnernde Eingangsbereich. „Doch das geht nachher schnell“, weiß Böll. Vieles hängt davon ab, wie der kommende Winter wird.

„Hoffentlich erlebe ich noch die Eröffnung“, sagt der Rostocker Karsten Fiebig, der nicht weiß, ob er nicht vorher zu einer anderen Baustelle beordert wird.

Zahlen und Fakten
120 Millionen Euro investiert Ikea auf dem 190 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Trave.
60 000 Quadratmeter Verkaufsfläche soll Ikea insgesamt bieten. Davon entfallen 25 500 auf das Möbelhaus, 24 500 auf das Einkaufszentrum und 10 000 auf den Baumarkt.
400 Arbeitsplätze werden geschaffen, Eröffnung soll im Frühjahr 2014 sein.

Sabine Risch

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