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Lübeck „Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“
Lokales Lübeck „Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“
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21:13 07.07.2017
Vereinsvorsitzender Michael Voigt bedankt sich für die Ansprache von Bürgermeister Saxe. Quelle: Fotos: Vögele/andreoli
Travemünde

„Wenn man auf große Fahrt geht, dann freut man sich. Und man bereitet sich vor“, sagt Ralf Giercke, Vorsitzender des Kreisseglerverbands Lübeck, mit fester Stimme. Nur, so fügt er schmunzelnd hinzu, habe der Seglerverein Herrenwyk diese Reise genau genommen nie antreten wollen. Das Publikum lacht. Denn recht hat er.

Nach elf Jahren harter Arbeit steht nun endlich das neue Gebäude des Seglervereins Herrenwyk – Ein Grund zu feiern.

Drei Mal musste der Sportverein seit seiner Gründung 1921 bereits umziehen. Vor elf Jahren dann wurde klar, dass ein weiterer Umzug bevorstand. Die Begeisterung von Seiten der Mitglieder hielt sich allerdings in Grenzen. Dennoch: Nach zahlreichen Verhandlungen und Arbeitsstunden steht nun endlich ein neues Vereinsgebäude sowie eine Bootslagerhalle an der Priwallpromenade 33. Inzwischen wohl auch zur Freude aller.

„Unsere Mitglieder haben insgesamt rund 4500 Stunden intensive Arbeit in den Bau investiert. Ohne ihre Hilfe hätten wir das so nicht schaffen können“, sagt Christine Voigt, Schriftführerin des Seglervereins, und blickt sich zufrieden im neuen, maritim eingerichteten Restaurant um.

Zur Einweihung des Vereinsgebäudes sind neben Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) auch weitere Gäste wie Ex-Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) und Priwall-Waterfront-Investor Sven Hollesen geladen. Um 13 Uhr greift Michael Voigt, erster Vorsitzender des Vereins, nach dem Mikrofon. Er lächelt. In seinem dunkelblauen Sakko mit den goldenen Knöpfen sieht er aus wie der Kapitän der vor ihm Versammelten.

Und das ist er in gewisser Weise ja auch. „Heute ist ein Tag, auf den wir als Verein stolz sein können“, sagt Voigt und blickt in die Menge. Sven Hollesen, so berichtet Voigt weiter, hatte eine Vision, ein tragfähige Idee. Mithilfe von Bausenator Boden, Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD) und auch dem Rechtsanwalt Malte Ryll habe die Idee Fuß gefasst. Heute, elf Jahre nach dem Kampf um das Areal und die Weiterentwicklung von Konzeptionen, steht ein hochmodernes Vereinsgebäude mit Aufenthaltsraum für die Jugendlichen und einem knapp 5000 Quadratmeter großen Bootshaus zur Verfügung.

Zur symbolischen Einweihung der Anlage werden die Flaggen am Mast mit akustischer Untermalung durch das Signalhorn gehisst. „Ich kann nur sagen: Ich bin stolz auf den Verein, stolz auf die Mitglieder und stolz auf das, was wir zusammen geschafft haben“, sagt Michael Voigt. Und der Glückssegen der Segler darf in seiner Rede nicht fehlen: „Ich wünsche uns immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.“

 Josephine Andreoli

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