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Lübeck Immer mehr Pakete: Post baut Zustellbasis
Lokales Lübeck Immer mehr Pakete: Post baut Zustellbasis
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18:44 25.11.2013
Von Kai Dordowsky
Der florierende Online-Handel macht es möglich: Die Post baut ein neues Paketzentrum im Gewerbegebiet Genin-Süd. Quelle: Foto: Lutz Roeßler

Im Gewerbegebiet Genin-Süd, lange Zeit nur eine öde Fläche, tut sich etwas. In der Novgorodstraße entstehen gleich zwei neue Gebäude. Der Kieler Apotheken-Großhändler Max Jenne errichtet ein Logistikzentrum. Vis-a-vis hat die Deutsche Post eine neue Zustellbasis errichtet. Gestern wurde Richtfest gefeiert.

In dem knallgelben Gebäude wird eine Zustellbasis für alle Pakete, die in Lübeck, Stockelsdorf und Bad Schwartau ausgeliefert werden, eingerichtet. Die Anlage arbeite vollautomatisch, was die Abwicklung beschleunige und die Gesundheit der 80 Mitarbeiter schone, erklärte Karsten Weyland, Niederlassungsleiter der Post in Lübeck. Das Verteilzentrum im Gewerbegebiet Roggenhorst hat nicht mehr genug Platz. Denn die Menge der Pakete steigt vor allem durch den Online-Handel rapide an. Zahlen für Lübeck wollte Weyland nicht nennen. Bundesweit liefert die Post an einem Werktag 3,2 Millionen Päckchen und Pakete aus. „Früher waren es zwischen zwei und 2,5 Millionen“, erklärte ein Postsprecher. In den Tagen vor Weihnachten würde die Zahl auf bis zu acht Millionen hochschnellen.

Mittlerweile ziehe das Geschäft auch vor Ostern stark an. Der gelbe Riese hat deshalb beschlossen, bundesweit rund 30 Zustellbasen zu errichten, um seine bestehenden Verteilzentren zu entlasten. „Die mechanisierte Zustellbasis in Lübeck ist die erste in Schleswig-Holstein“, sagte Niederlassungsleiter Weyland. Die Investitionssumme wollte die Post nicht verraten.

Das Bauwerk wurde in nur zehn Wochen hochgezogen. Als „rekordverdächtig“ bezeichnete Torsten Wollenberg, Leiter des Immobilienentwicklers Aurelis, die Zeit von den ersten Gesprächen mit der Lübecker Wirtschaftsförderung bis zum gestrigen Richtfest. Vor zwölf Monaten kam Aurelis auf die Wirtschaftsförderung mit dem Wunsch nach einem Grundstück zu. Im Februar dieses Jahres wurde der Kaufvertrag für das 16 000 Quadratmeter große Gelände unterzeichnet. Genauso fix erstellte die Stadtverwaltung eine Baugenehmigung. Wollenberg: „Mit Lübeck lief es super, das war ein perfektes Zusammenspiel zwischen Politik und Verwaltung.“

Aurelis ist ein Immobilienentwickler aus Eschborn bei Frankfurt, der bundesweit vor allem ungenutzte Liegenschaften der Bahn umwandelt — in Wohngebiete, Gewerbeeinheiten und Bürokomplexe. 18 Millionen Quadratmeter hat Aurelis nach eigenen Angaben bundesweit im Bestand — auch in Lübeck sind es noch zwei Flächen am Güterbahnhof und in Schlutup.

Bürgermeister Bernd Saxe (SPD), der mit Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD), Politikern und den Spitzen der Wirtschaftsförderung zum Richtfest angerückt war, kündigte Gespräche mit Aurelis an, um auch diese beiden Grundstücke noch zu entwickeln. Mit Stolz nahm der Verwaltungschef das Kompliment für seine Leute entgegen, die „schnell, zuverlässig und auf hohem Niveau arbeiten würden“. Saxe:

„Gelegentlich hören wir auch anderes.“ Die Zustellbasis der Post, die im Spätsommer in Betrieb genommen werden soll, sei ein „Zeichen für den weiteren Aufschwung des gesamten Geländes“.

dor

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